Templin / Groß Dölln: Flugplatz

Die Aufnahmen vom 23.2.1991

Das Datum ist nicht belastbar:
Die Tagesanzeige blinkt, das scheint der Einstellungsmodus. Die Uhrzeit zeigt 1940, da müsste es im Winter aber dunkel sein. Also auf die korrekte Anzeige wurde kein Wert gelegt.

Direkt vor den Trinksprüchen legen die Offiziere ein Kranz an einem Obelisken nieder, später sieht man (Straße), dass das wohl deutscher Bereich ist. Also könnte das zu einem konkreten Ort zuordenbar sein.
 
Vor einem Jahr trieben wir uns auf dem FP Groß Dölln herum und haben so manches entdeckt, von dem keiner bis heute wusste. Aber eine Sache beschäftigte uns sehr, nachdem wir die Flugzeugteile gefunden hatten. Gab es auf der FP Dölln Flugzeugabstürze oder nicht? Klar wird es die gegeben haben, offiziell natürlich nicht. Oder doch.
Wie der Zufall es will: Nachdem das Video von Marco veröffentlicht wurde, meldet sich ein Mann. Er gab mir den entscheidenden Hinweis.
Eigentlich war mein Plan, dieses Video anders zu gestalten. Kontakt mit dem Interessenverein Luftfahrt Neuenkirchen e. V. hergestellt, um herauszubekommen, worum es sich hierbei handelt.
Der gute Mann hatte natürlich keine Zeit – er schreibe gerade ein Buch, müsse viele Vortragungen machen usw. Aber er hat mir erzählte, wie er zu dem Flugzeug, das auf dem Sockel des FP Dölln stand, gekommen ist. Dies kann man dort bewundern und sollte man auch, wenn man in der Nähe ist.
Link zur Internetseite vom Verein
Suchoi Su-7U

Was soll ich euch sagen: Das Video schlummerte ein Jahr lang auf der Festplatte herum und es passierte nichts. Leider, da ich zu viele Baustellen habe, wie immer. Ach so, bevor ich es vergesse, spart euch den Weg zum FP Dölln, alles ist weg.
So, genug gelabert, seht selbst.

 
10.04.1979, Flugtag in Templin/Groß Dölln. Drei Su's auf den Weg zur Start- und Landebahn.

FP-1 Templin Groß Dölln 10.04.1979.jpg

Im südlichen Teil des Flugplatzes parken u.a. sechs Trainer L-29/39.

FP-2 Templin Groß Dölln 10.04.1979.jpg

Quelle: U.S. Geological Survey
 
Bei den Trainern handelt es sich um L-29 Delfin.
Die Zeltstadt im Nordwesten dürfte sehr wahrscheinlich im Zusammenhang mit dem Truppenaustausch stehen.
 
Kann die Anlagen im Wald, rechts neben dem Südende der Bahn funktionell zuordnen? Da ist heute außer einer Kraterlandschaft nichts weiter mehr zu finden.
 
Das sind dort alles Dinge die mit der dort stationierten Staffel zu tun haben. Staffelgebäude, Pumpenbunker mit Tanklager usw.
Ich habe hier noch eine BND-Zeichnung aus der zweiten Hälfte der siebziger Jahre. Da wird einiges davon verzeichnet aber wohl nicht funktionell benannt sein. In den Übergabeprotokollen könnten auch noch einige weitere Gebäude erwähnt sein.
 
Vor einem Jahr trieben wir uns auf dem FP Groß Dölln herum und haben so manches entdeckt, von dem keiner bis heute wusste.
Ihr habt mir da viel Arbeit beschert aber es hat sich gelohnt: Auf dem Flugplatz Groß Dölln befinden sich die ältesten sowjetischen Bunker in Ostdeutschland, die lassen sich auf Mitte der fünfziger Jahre datieren, der Hauptbauzeit des Flugplatzes. Ich gehe davon aus das diese von deutscher Seite gebaut wurden. Die technische Ausstattung mischt sich deutsch und sowjetisch. Zumindest die deutsche technische Ausstattung wurde laufend modernisiert. Hier eine Fabrikationsplakette vom Oktober 1990, damals fand die deutsche Wiedervereinigung statt ....

IMG_1618.JPG
 
Das Video kenne ich wirklich noch nicht. Etliche Szenen dabei dir mir bisher unbekannt waren, ja. Aber auch etliche Szenen die in dem oben erwähnten Film Verwendung fanden. Es scheint das damals viel gefilmt wurde und was übrig blieb.
Die Aufnahmen vom 23.2.1991 sind vielleicht in der Stadt Templin gemacht worden.

Definitiv Templin!
Die Filmbilder sind dort am sowjetischen Soldatenfriedhof (Prenzlauer Allee/Ecke August-Bebel-Straße) gemacht worden.
 
Hier etwa 30 Jahre alte Fotos meiner Befliegung des Flugplatzes die Gebäude zeigen die mittlerweile abgerissen wurden:

Diese kleine Halle ist die Wartungshalle einer Hubschrauberstaffel (als Hubschrauberabteilung formiert), die Tore sind gerade so große das jeweils ein Mi-2 ohne Rotoren hindurch passte. Die Tore sind nach Norden ausgerichtet.
Diese unscheinbaren Gebäude wurden auf vielen sowjetischen Flugplätzen in der DDR gebaut.

Büttner_1996 (3).jpg

Hier die schon in früheren Jahren bedauerlicherweise abgerissene Flugleitstelle, in den fünfziger Jahren gebaut. Dieses Gebäude gibt es auch auf anderen Flugplätzen auf den die sowjetischen Fernfliegerkräfte stationiert waren oder auf Flugplätzen die als Zwischenlandplätze dienen sollten.
So ist es im polnischen Powidz erhalten geblieben. Auch in Russland werden diese Gebäude weiterhin benutzt.
Ich fotografierte es von Süden mit Blickrichtung Norden.
Im Keller befand sich der Gefechtsstand des Flugplatzes und es gibt Hinweise das es nicht nur ein einfacher Keller sondern ein richtiger Bunker gewesen war.
Wenn man genau hinschaut sieht man rechts oben auf der Wiese einen Abgang, womöglich zu einem Splitterschutzgang.
@sam_matze schau mal unmittelbar vor die linke und rechte Gebäudeecke! Zumindest links ist eindeutig ein Teil der Be- und Entlüftung erkennbar....
Aufgrund dessen was heute dort noch vorhanden ist gehe ich davon aus das nur der oberirdische Teil des Gebäudes abgerissen wurde. Ich vermute das ungefähr in der Gebäudemitte das Treppenhaus war, da gings möglicherweise nicht nur nach oben in den turmartigen Aufbau sondern eben auch nach unten.

Büttner_1996 (1).jpg

Aus Gründen die Flugleitstelle nochmals aus südwestlicher Richtung.

Büttner_1996 (4).jpg

Abschließend der Bereich Kontroll- und Reparaturstaffel, davon ist nur noch die Halle selbst erhalten geblieben. Nicht im Bild ein zugehöriges Heizwerk. Ist auch abgerissen worden. Blickrichtung des Fotos von Ost nach West.

Büttner_1996 (2).jpg
 
Hier etwa 30 Jahre alte Fotos meiner Befliegung des Flugplatzes die Gebäude zeigen die mittlerweile abgerissen wurden:

Diese kleine Halle ist die Wartungshalle einer Hubschrauberstaffel (als Hubschrauberabteilung formiert), die Tore sind gerade so große das jeweils ein Mi-2 ohne Rotoren hindurch passte. Die Tore sind nach Norden ausgerichtet.
Diese unscheinbaren Gebäude wurden auf vielen sowjetischen Flugplätzen in der DDR gebaut.

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Hier die schon in früheren Jahren bedauerlicherweise abgerissene Flugleitstelle, in den fünfziger Jahren gebaut. Dieses Gebäude gibt es auch auf anderen Flugplätzen auf den die sowjetischen Fernfliegerkräfte stationiert waren oder auf Flugplätzen die als Zwischenlandplätze dienen sollten.
So ist es im polnischen Powidz erhalten geblieben. Auch in Russland werden diese Gebäude weiterhin benutzt.
Ich fotografierte es von Süden mit Blickrichtung Norden.
Im Keller befand sich der Gefechtsstand des Flugplatzes und es gibt Hinweise das es nicht nur ein einfacher Keller sondern ein richtiger Bunker gewesen war.
Wenn man genau hinschaut sieht man rechts oben auf der Wiese einen Abgang, womöglich zu einem Splitterschutzgang.
@sam_matze schau mal unmittelbar vor die linke und rechte Gebäudeecke! Zumindest links ist eindeutig ein Teil der Be- und Entlüftung erkennbar....
Aufgrund dessen was heute dort noch vorhanden ist gehe ich davon aus das nur der oberirdische Teil des Gebäudes abgerissen wurde. Ich vermute das ungefähr in der Gebäudemitte das Treppenhaus war, da gings möglicherweise nicht nur nach oben in den turmartigen Aufbau sondern eben auch nach unten.

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Aus Gründen die Flugleitstelle nochmals aus südwestlicher Richtung.

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Abschließend der Bereich Kontroll- und Reparaturstaffel, davon ist nur noch die Halle selbst erhalten geblieben. Nicht im Bild ein zugehöriges Heizwerk. Ist auch abgerissen worden. Blickrichtung des Fotos von Ost nach West.

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Das ist ja hervorragend und ganz große Klasse! Wahnsinn, das jetzt mal so zu sehen. Schade, dass wir uns nicht schon gekannt haben, als wir damals das Video über diesen Flugplatz gemacht haben, dann hätte ich allein schon das Gebäude auf dem letzten hier gezeigten Foto korrekt einordnen können.
 
Beim Flugleitungsgebäude wäre es wirklich interessant zu schauen, was sich da noch unterirdisch verbergen könnte. Nach meiner Erinnerung war es nur noch eine Fläche ohne Haus, wo heute der Sicherheitsdienst sein Autos parkt. Wir hatten das ja gefilmt, was im Video auch zu sehen ist. schräg rechts in Richtung Rollweg findet mal einen kleinen in der Erde versenkten Ein-Mann-Bunker (sicherlich als Verteidigungsanlage) - sollte man vielleicht wirklich noch mal unter die Lupe nehmen, zumal uns die hier angesprochene (und auf dem Bild zu sehende) Be- und Entlüftungsöffnung vor Ort nicht wirklich aufgefallen war.
 
Beim Flugleitungsgebäude wäre es wirklich interessant zu schauen, was sich da noch unterirdisch verbergen könnte. Nach meiner Erinnerung war es nur noch eine Fläche ohne Haus, wo heute der Sicherheitsdienst sein Autos parkt. Wir hatten das ja gefilmt, was im Video auch zu sehen ist. schräg rechts in Richtung Rollweg findet mal einen kleinen in der Erde versenkten Ein-Mann-Bunker (sicherlich als Verteidigungsanlage) - sollte man vielleicht wirklich noch mal unter die Lupe nehmen, zumal uns die hier angesprochene (und auf dem Bild zu sehende) Be- und Entlüftungsöffnung vor Ort nicht wirklich aufgefallen war.

Hier eine Foto der Flugleitstelle aus südwestlicher Richtung, aus der gleichen Richtung wie mein Schrägluftbild. Da wird ein weiterer Eingang in das Gebäude sichtbar. Auch ist ein vermutlich umlaufender Zaun und ein kleines Wachgebäude erkennbar.
www.f-a-p.nl/sites/hiddenplaces/templin.htm
(Bild Nummer 3)

U. a. auf dem Flugplatz Schajkowka in Russland steht eine baugleiche Flugleitstelle, daraus lassen sich die Abmessungen von etwa 30 x 10 Meter ableiten. Von diesem Flugplatz aus operieren heute Tu-22M3. Die Abmessungen dieser Flugleitstelle stimmen überein mit der heute in Groß Dölln erhaltenen Betonfläche. Interessanterweise ist der gesamte südwestliche Teil dieser Fläche etwas "höhergesetzt", faktisch in Verlängerung der oben von mir erwähnten Tür. Der Gebäudeabriss macht hier wirklich einen sehr unvollständigen Eindruck.
Das Buch aus dem Polygon-Press Verlag erschien 2004 anlässlich des 90. Jahrestages der russischen Fernfliegerkräfte:

Seite 319.JPGSeite 319detail.jpg

Der südwestliche Schacht der Be- oder Entlüftung der Flugleitstelle ist zwar zugedeckt worden aber ein kleiner Spalt erlaubt einen Blick hinein. Daraus ergibt sich die Zuordnung der Funktion. Hier ein Beispielbild wie man sich das vorzustellen hat. Die Öffnung hat einen etwa quadratischen Grundriss und ist knapp 1 x 1 Meter groß. Man kann diese Öffnung auf dem hier bereits gezeigten SAT-Foto aus dem Jahr 1979 erahnen, da sind zwei schwarze Strukturen zu erahnen.
Im Original war die Öffnung vermutlich durch eine mit Dachpappe umwickelte Holzabdeckung verschlossen. Damit keine Missverständnisse entstehen, die Schächte der Be- und Entlüftungsanlage befinden sich außerhalb des Grundrisses der Flugleitstelle.

schacht.JPG

An @Sam Matze und @_Marco_ hiermit nochmals recht herzlichen Dank für eure damalige Reise in den Untergrund des Flugplatzes und fürs teilhaben lassen!
Diese bis dato unberücksichtigt gebliebene Unterwelt von Groß Dölln hatte in der Folge nicht nur ursächlich sehr wertvolle Hinweise zum Thema Zwischenlandeplatz für Mittelstreckenbomber Tu-16 geliefert sondern weiterführend auch den Blick auf bisher völlig unbekannte Arten von Infrastrukturen geschärft.
Auch wenn euch das vielleicht überhaupt nicht bewusst ist, mit eurem "Rumgekrauche" habt ihr euch nicht nur für die historische Geschichtserforschung absolut verdient gemacht!
Dank und Anerkennung an dieser Stelle.

2019.JPG
 
Hier eine Foto der Flugleitstelle aus südwestlicher Richtung, aus der gleichen Richtung wie mein Schrägluftbild. Da wird ein weiterer Eingang in das Gebäude sichtbar. Auch ist ein vermutlich umlaufender Zaun und ein kleines Wachgebäude erkennbar.
www.f-a-p.nl/sites/hiddenplaces/templin.htm
(Bild Nummer 3)

U. a. auf dem Flugplatz Schajkowka in Russland steht eine baugleiche Flugleitstelle, daraus lassen sich die Abmessungen von etwa 30 x 10 Meter ableiten. Von diesem Flugplatz aus operieren heute Tu-22M3. Die Abmessungen dieser Flugleitstelle stimmen überein mit der heute in Groß Dölln erhaltenen Betonfläche. Interessanterweise ist der gesamte südwestliche Teil dieser Fläche etwas "höhergesetzt", faktisch in Verlängerung der oben von mir erwähnten Tür. Der Gebäudeabriss macht hier wirklich einen sehr unvollständigen Eindruck.
Das Buch aus dem Polygon-Press Verlag erschien 2004 anlässlich des 90. Jahrestages der russischen Fernfliegerkräfte:

Anhang anzeigen 116357Anhang anzeigen 116358

Der südwestliche Schacht der Be- oder Entlüftung der Flugleitstelle ist zwar zugedeckt worden aber ein kleiner Spalt erlaubt einen Blick hinein. Daraus ergibt sich die Zuordnung der Funktion. Hier ein Beispielbild wie man sich das vorzustellen hat. Die Öffnung hat einen etwa quadratischen Grundriss und ist knapp 1 x 1 Meter groß. Man kann diese Öffnung auf dem hier bereits gezeigten SAT-Foto aus dem Jahr 1979 erahnen, da sind zwei schwarze Strukturen zu erahnen.
Im Original war die Öffnung vermutlich durch eine mit Dachpappe umwickelte Holzabdeckung verschlossen. Damit keine Missverständnisse entstehen, die Schächte der Be- und Entlüftungsanlage befinden sich außerhalb des Grundrisses der Flugleitstelle.

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An @Sam Matze und @_Marco_ hiermit nochmals recht herzlichen Dank für eure damalige Reise in den Untergrund des Flugplatzes und fürs teilhaben lassen!
Diese bis dato unberücksichtigt gebliebene Unterwelt von Groß Dölln hatte in der Folge nicht nur ursächlich sehr wertvolle Hinweise zum Thema Zwischenlandeplatz für Mittelstreckenbomber Tu-16 geliefert sondern weiterführend auch den Blick auf bisher völlig unbekannte Arten von Infrastrukturen geschärft.
Auch wenn euch das vielleicht überhaupt nicht bewusst ist, mit eurem "Rumgekrauche" habt ihr euch nicht nur für die historische Geschichtserforschung absolut verdient gemacht!
Dank und Anerkennung an dieser Stelle.

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Vielen Dank für die Einschätzung zum Video. Manchmal sind es tatsächlich die Zufälle, denn die "Unterwelten", die du hier konkret ansprichst, haben wir eher beiläufig (und eben zufällig) entdeckt. Im Nachhinein betrachtet kann man wirklich sagen - gottseidank.
Übrigens, was das Bild des Flugleitungsgebäudes betrifft, so würde ich aber sagen, dass die Abbildung im Buch (also zu ebener Erde) aus nord-nordwestlicher Richtung aufgenommen worden ist, denn vergleiche mal den turmartigen Aufbau mit der Perspektive des Schrägluftbildes - er befindet sich beim Luftbild am hinteren Rand des Gebäudes, während er beim Bild im Buch (oder Zeitschrift) direkt vorn am Gebäude ist. Der Blick dürfte vom Rondell aus den Weg (der noch heute unter Laub vorhanden ist) enlang gehen, würde ich sagen. Es ist heute eben nur sehr eingewachsen alles.
Der quadratische Schacht der Be- und Entlüftung müsste ja ebenfalls noch vorhanden sein, aber man müsste da noch mal genauer schauen vor Ort. Im Video hatten wir diesem Bereich nicht so viel Aufmerksamkeit gewidmet, eben weil (zumindest auf den ersten Blick) nur noch die kahle Betonfläche vorhanden ist. Die Umgebung ringsherum hatten wir nur grob gesichtet und nicht aufregendes entdeckt, was einer näheren Untersuchung bedürfen könnte. Mit dem jetzigen Wissen sieht´s natürlich wieder etwas anders aus.
 
Vielen Dank für die Einschätzung zum Video. Manchmal sind es tatsächlich die Zufälle, denn die "Unterwelten", die du hier konkret ansprichst, haben wir eher beiläufig (und eben zufällig) entdeckt. Im Nachhinein betrachtet kann man wirklich sagen - gottseidank.
Übrigens, was das Bild des Flugleitungsgebäudes betrifft, so würde ich aber sagen, dass die Abbildung im Buch (also zu ebener Erde) aus nord-nordwestlicher Richtung aufgenommen worden ist, denn vergleiche mal den turmartigen Aufbau mit der Perspektive des Schrägluftbildes - er befindet sich beim Luftbild am hinteren Rand des Gebäudes, während er beim Bild im Buch (oder Zeitschrift) direkt vorn am Gebäude ist. Der Blick dürfte vom Rondell aus den Weg (der noch heute unter Laub vorhanden ist) enlang gehen, würde ich sagen. Es ist heute eben nur sehr eingewachsen alles.
Der quadratische Schacht der Be- und Entlüftung müsste ja ebenfalls noch vorhanden sein, aber man müsste da noch mal genauer schauen vor Ort. Im Video hatten wir diesem Bereich nicht so viel Aufmerksamkeit gewidmet, eben weil (zumindest auf den ersten Blick) nur noch die kahle Betonfläche vorhanden ist. Die Umgebung ringsherum hatten wir nur grob gesichtet und nicht aufregendes entdeckt, was einer näheren Untersuchung bedürfen könnte. Mit dem jetzigen Wissen sieht´s natürlich wieder etwas anders aus.
Marco,
zur Verdeutlichung, das Foto aus dem russischen Buch stammt aus Schajkowka. Meine Richtungsangaben mit Himmelsrichtungen beziehen sich ausschließlich auf Groß Dölln. Es ist das einzige Bild aus einer Publikation in der laufenden Diskussion. Alle anderen Bilder in diesem Zusammenhang stammen entweder von der Webseite des niederländischen Kollegen oder von mir selbst (Diskussionsverlauf seit vorgestern).
Wie im vorherigen Beitrag erläutert, der quadratische Schacht an der südwestlichen Gebäudeecke ist tatsächlich immer noch vorhanden.
Da ich zwischen verschiedenen Quellen und Standorten hin und her springe fällt es möglicherweise nicht leicht meinen Erläuterungen zu folgen.
 
Marco,
zur Verdeutlichung, das Foto aus dem russischen Buch stammt aus Schajkowka. Meine Richtungsangaben mit Himmelsrichtungen beziehen sich ausschließlich auf Groß Dölln. Es ist das einzige Bild aus einer Publikation in der laufenden Diskussion. Alle anderen Bilder in diesem Zusammenhang stammen entweder von der Webseite des niederländischen Kollegen oder von mir selbst (Diskussionsverlauf seit vorgestern).
Wie im vorherigen Beitrag erläutert, der quadratische Schacht an der südwestlichen Gebäudeecke ist tatsächlich immer noch vorhanden.
Da ich zwischen verschiedenen Quellen und Standorten hin und her springe fällt es möglicherweise nicht leicht meinen Erläuterungen zu folgen.
Ah ok, ich war davon ausgegangen, dass sich die "südwestliche" Blickrichtung auf das Gebäude in Gr. Dölln in beiden Fällen bezieht. Vielleicht ist uns der quadratische Schacht sogar aufgefallen, ohne, dass wir ihm Bedeutung beigemessen hatten. Wie gesagt, es wäre ja interessant, vielleicht noch mal explizit zu schauen, ob sich noch etwas finden lässt bezüglich des vermutlich größer angelegten "Kellers".
 
Die Szenen wechseln ab mit dem Gefechtsstand im Keller der Flugleitung. Anschließend wird eine Suchoj aufmunitioniert und der Gegner wohl bekämpft ;)

Ab 23:30 gehts in den Keller der Flugleitstelle, an deren Haupteingang das Schild KP prangt. Das kleine bodentiefe quadratische Fenster im Treppenhaus auf der Nordseite ist übrigens auf meinem Schrägluftbild erkennbar.

2025-12-07 185629.jpg

Desweiteren die bereits erwähnte Wache und ein Doppelzaun statt einem Einfachzaun. Hier ein paar Ansichten davon.

2025-12-07 185927.jpg2025-12-07 185725.jpg2025-12-07 185516.jpg2025-12-07 185244.jpg2025-12-07 185207.jpg2025-12-07 185120.jpg
 
Der betreffende Videobeitrag ist sehr interessant, nur schade, dass manche Szenen sehr kurz sind bzw. etwas zu schnell aufeinanderfolgen, so dass man nur eine begrenzte räumliche Vorstellung hat. Gerade den Bereich um das Flugleitungsgebäude herum hätte man durch längere Schwenks dem Fremden etwas zugänglicher machen können. Das hätte ich mir gewünscht.
Liege ich richtig, dass diese "Überfallübungen" (oder "den-Feind-stellen-Übungen"), die da zwischendurch eingeblendet werden, an der Bogendeckung in Neuthymen erfolgten? Die Szenerie sieht nämlich ganz danach aus.
 
Liege ich richtig, dass diese "Überfallübungen" (oder "den-Feind-stellen-Übungen"), die da zwischendurch eingeblendet werden, an der Bogendeckung in Neuthymen erfolgten? Die Szenerie sieht nämlich ganz danach aus.
Hier mein vollständiges Selbstzitat, im Fettdruck die Formulierung beachten:
Im 20. Garde-Fliegerregiment der Jagdbomber wurde so um 1990/91 herum mit hohen Aufwand ein Film zur Erinnerung gedreht, gewissermaßen ein Kultfilm. Manch einer hatte damals eine Kopie von diesem Video erhalten können. Mit etwas zeitlichen Abstand erneut draufgeschaut ist hier mMn zwischen Minute 23 und 24 das Sonderwaffenlager in der Kaserne Neu-Thymen zu sehen. Gefilmt wird in Richtung des hinteren Tores, ungefähr hinter dem Rücken der Kamera der Zugang zum kleineren Bunker dort. Die Szenen wechseln ab mit dem Gefechtsstand im Keller der Flugleitung. Anschließend wird eine Suchoj aufmunitioniert und der Gegner wohl bekämpft
 
Hier mein vollständiges Selbstzitat, im Fettdruck die Formulierung beachten:
Klasse, dankeschön. Dann lag ich tatsächlich vollständig richtig, denn ich habe es an dem hohen Wall erkannt, der sich hinter dem hinteren Tor der Bogendeckung erhebt. Und der kleinere Bunker/Bogendeckung befindet sich entsprechend hinter dem Kameramann. Hat tatsächlich einen Vorteil beim Betrachten eines solchen Videos, wenn man die Örtlichkeiten schon mal live gesehen hat. :)
 
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