Königsbrück: Ausweichgefechtsstand / Bunker

Du meinst jetzt nicht die post mortem angeklecksten seitlichen Arretierungen an den Tragwerken der 5001, Kloni?

Mir sind ansonsten nur Sollbruchstellen am vorgespannten Fußböden bekannt (Harnekop). Wenn die Beschleunigungen zu heftig werden, brechen seitliche Sperrbolzen ab, und ab geht die Post

FA
 
Hallo FA, und ich hab wirklich nur Bilder von den Teilen die nachträglich eingebaut wurden , verdammt, kann es ailso nicht beweisen, nach meiner Erinnerung musste ich beim umrunden eines Tragwerkes über solch ein ( altes) Teil rüberklettern....

Grüsse
 
Habe heute in "die militärische Sicherheit der DDR im kalten Krieg" bei W. Schubert geblättert und dabei auf die Abbildung 5: Schema Schutzgrundriss (Grabenschutzbauwerk) gestoßen. Dort ist ein BW mit zwei Eingängen dargestellt, wobei der Nebeneingang mit "Wartungseingang" bezeichnet ist. Selbiger ist sicher auch der Notausgang, befindet er sich aber seitlich vom "Haupteingang" (um 90° versetzt) und nicht wie in der Richtlinie des Spezialbauwesen 1979 gefordert, an der gegenüberliegenden Seite?!
 
Diese "mechanischen Federdämpfer", gab es diese auch noch in anderen Schutzbauwerken, weiß das wer?
#361 Seite 37

Ich hatte ein Foto vor Augen: Diese Tragwerksaufhängung an Decke befestigt, aber gegenüber der ursprünglichen Befestigung um 45° gedreht. Dazu die Frage, warum dies so sei. Ich habe dieses Foto in meinen Analen gefunden, Es stammt gemäß Bildbezeichnung aus "Lieberose" von Januar 1905 (ich vermute Lamsfeld).
Ich habe es sicher aus einem Thema im Forum heruntergeladen, kenne aber den Autor nicht und möchte es wegen der Urheberrechte hier nicht hochladen.
Somit vermute ich mal, das es im dortigen SBW (FuSZ) eine oder mehrere solche Plattformen mit "mechanischem Federdämpfern" wie im hisigen SBW gab/gibt.
Auf Fotos von M.K. aus diesem BW ist das nicht ersichtlich.
 
*@martin2: wo genau war eine Deckenluke im Zugangsbereich des Haupteingangs?
Meine Erinnerung sagt: Ich lief da erwartungsfroh in das Bauwerk, man schaute dies und das. Tamboure hatte jeder schon mal gesehen, Übersichtsfoto, dann mal weiter, es gibt viel zu dokumentieren. Und vor 15 Jahren war Kameraspeicher erstens teuer und zweitens pro Stick nicht unendlich. Anders gesagt: Ich habe kein Foto. Ich kann also nicht sagen, ob vor, in einem der oder hinter den Tambouren die DSG-Luke in der Decke war. Mir kam das aber ungewöhnlich vor.

Aber jetzt mal Butter bei die Fische, ich hatte es ja versprochen:
Ich beweise, dass der Federmechanismus der Plattform genau so funktionierte, wie ich es beschrieb:


Im ersten Foto sehen wir nochmal so eine Doppelfeder von oben. Man beachte den Pfeil, das Seil geht frei durch die Plattform.

Nun machen wir uns etwas dreckig und schauen unter die zweite Plattform, zweites Bild.

Und nun machen wir uns die Sachen richtig dreckig, wir schauen uns das mal ganz genau an: Man sieht die Umlenkung. Die Seilkraft wirkt von unten auf die beiden Federn - um das mal ganz unwissenschaftlich zu sagen.

Auf die gezeigten Bilder beanspruche ich sämtliche Rechte, eine Verwertung gleich welcher Art schließe ich aus.
Alle Bilder entstanden offiziell.
 

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Niemand schreibt, also rede ich mit mir selbst.

Um zu vermeiden, dass die Plattform bei Personenbewegung auf derselben seitlich ausschwingt, sollte sie durch Bolzen mit Sollbruchstellen an den Raumwänden befestigt sein

So etwas ähnliches gibt es im Plattformraum des Bauwerks tatsächlich - geht das bei Dir als Sollbruchstelle durch?

Auf das gezeigte Bild beanspruche ich sämtliche Rechte, eine Verwertung gleich welcher Art schließe ich aus.
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Hallo Martin, diese Klappen hast du in vielen Bauwerken. "Flexible" Abdeckung für Kabelwege an "Dehnungsfugen" und gleichzeitig Trittschutz wie vorher schon erwähnt. Ich habe leider auch kein Foto zur Hand, habe aber diese Vorrichtung wie von Klondike beschrieben auch gesehen. Ich muss mal die alten Fotos durchsuchen. In einem Bauwerk war das eine Art Flachstahl die in der Mitte verjüngt war (2Dreiecke mit den Spitzen zueinander). Durch Seitwärtsbewegungen wären die leicht durchgebrochen.

Gruß
Jogimaster
 
@martin2: Das von dir in #406 gezeigte Teil ist wie @Fernaufklärer und @jogimaster schon schrieben eine klappbare Abdeckung über dem Spalt zwischen Plattform und Wand im Bereich von Türen oder wie auf deinem Foto vor an der Wand oder in Wandnischen angebrachte technische Installationen (z.B. Kabel-/Rangierverteilern). Geht also nicht als Sollbruchstelle durch. @jogimaster beschreibt eine solche in #408.
An den freien Seiten der Plattform gab es übrigens Geländer (Bild 1 in #405).
Was die Deckenluke im Schleusenbereich betrifft, hätte ich die Vermutung, das sie ein Zugang zu einer Zwischenetage über selbigem ist. In dieser sind Kanäle mit Absperrklappen für die Zu- und Abluftführung der Tamboure angeordnet (z.B. im VH 608).
Allerdings ist ja im Zugangstunnel zum 1.UG eine Luke im Fußboden, die wie von @Alfred in #152 beschrieben, in einen Raum mit Rohrleitungen und Absperrventilen führt. Hierbei könnte es sich um die Wasserzuführung vom Wasserwerk und/oder die Kühlwasserleitungen zum/vom Rückkühlwerk handeln (siehe @Alfred in #152). (Wie mag diese Luke wohl "kaschiert" worden sein, damit die Generalität nicht darüber "stolperte"?)
Auf den Fotos von @martin2 in #405 sind an der Unterseite der Plattform Kabelpritschen und nach oberhalb der Plattform führende Rohrbündel zu erkennen. Auf diesen lagen sicherlich die Kabel und Leitungen zwischen den auf der Plattform befindlichen Geräten(-schränke). Die nach außerhalb des Raumes führenden Kabel/Leitungen wurden dann durch die Rohre nach oben geführt und über entsprechende Halterungen als Schlaufe zu den an den Innenwänden des Raumes befindlichen Kabelpritschen geführt.
Fragen: Wo befanden sich der Wachturm und das "Mastschutzbauwerk" für den ausfahrbaren Richtfungmast "SOSNA M"?
 
@martin2: Das von dir in #406 gezeigte Teil ist wie @Fernaufklärer und @jogimaster schon schrieben eine klappbare Abdeckung über dem Spalt zwischen Plattform und Wand im Bereich von Türen oder wie auf deinem Foto vor an der Wand oder in Wandnischen angebrachte technische Installationen (z.B. Kabel-/Rangierverteilern). Geht also nicht als Sollbruchstelle durch. @jogimaster beschreibt eine solche in #408.
Ich weiß nicht ... das ist Außenwand, an dieser Stelle war zudem nichts. Wieso soll die Konstruktion nicht wie eine Sollbruchstelle funktionieren? Es rumst - und die "Brücke" drückt es ab einer bestimmten Kraft hoch. Aber egal.

Auf den Fotos von @martin2 in #405 sind an der Unterseite der Plattform Kabelpritschen und nach oberhalb der Plattform führende Rohrbündel zu erkennen.
Dazu noch ein Bild, unten. Das rostgraue - das sind mehrere parallel geführte Leerrohre. Mutmaßlich für Stromkabel 400V, ja. Es gibt ja die These, dass auf der Plattform eine Art Kraftumwandlung stattfand. Das glaube ich nicht. Dafür kam viel zu wenig Strom auf der Plattform an (bzw. führte weg). Das halte ich für unrealistisch.
 

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Wieder zurück auf die Plattform: Hier die Kabelbrücken von der Wand zur Plattform. Große Kapazität, nur um Teil genutzt. Macht ja auch Sinn, ist auf möglichen Zuwachs ausgelegt: Nachträglich erweitern geht schlecht. (Ist Kabelbrücke die korrekte Bezeichnung?)

Auf das gezeigte Bild beanspruche ich sämtliche Rechte, eine Verwertung gleich welcher Art schließe ich aus.
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Der Begriff Kabelbrücke ist bereits anders vergeben. Sie ist ein Bauteil zum Schutz von Leitungen/Kabeln, die Fahrwege/Straßen queren und besteht aus einem Unterteil (Kabelrinne) welches mit einem gewölbten Deckel versehen ist, der auf beiden Seiten bis auf die Strßenoberseite reicht.Somit können die Leitungen/Kabel von Fahrzeugen überfahren werden ohne Schaden zu nehmen.
Bei den auf dem Foto an der Wand befestigten "Kabel-/Leitungsbahnen" handelt es sich um Kabelpritschen (mal danach googeln!), auf welchen die Leitungen/Kabel verlegt und befestigt werden. Für die auf dem Foto im Vordergrund zu sehenden Bauteile kenne ich keinen Fachbegriff, ich würde sie mal "Ableitbleche" nennen. Gegenüber auf der Plattform befindet sich eine analoge Konstruktion, so dass die zwischen je zwei gegenüberliegenden Ableitblechen in einer Schlaufe hängenden Leitungen/Kabel bei Bewegungen der Plattform in allen drei Achsen keiner Zug-, Stauch- oder Scheerbelastung ausgesetzt sind.
 
Hallo Moses,

die Teile heißen: Kabelausgang zur Einhaltung der Biegeradien. Werden immer an den Ausgängen von Kabelpritschen verwandt, wenn das Kabelbündel ein gewisses Gewicht hat und durch dieses die unteren Kabel beschädigen würde. Ist immer noch Standard.

Deine Beschreibung macht daher Sinn, die Kabel liegen mit Schlaufe zwischen 2 dieser Kabelausgänge und würden bei "Bewegung" nicht scheuern bzw. sich Beschädigen im Vergleich zu einer harten Metallkante.

@Martin2: Du kennst die Kabelpritschen als Gittertrasse :05.18-flustered:

Jogimaster
 
@jogimaster,
dein Hinweis hat mich veranlasst, noch mal bei google nachzuschauen. Dort werden diese Teile als Fallstück bezeichnet.
 
Danke Moses.
Wieder was gelernt, in der Elektro- und Netzwerktechnik ähnliche Teile, verschiedene Namen.

Perfekt ich verfolge das hier weiter gespannt.

Gruß
Jogimaster
 
@jogiemaster,
ich habe im Katalog nicht genau gaschaut, du hast doch recht, in diesem Fall, beim Verlassen der Kabelpritsche Kabelausgang. Im Verlauf einer Kabelpritsche bei Abwinklung derselben um +/-90° Steigstück bzw. Fallstück.
 
@Martin2:

Die Schutzrohre in Bild bei Beitrag410 werden heute auf den "starren" Strecken auch noch so gemacht. Zum Schutz vor mechanischen Beschädigungen. Nur die Übergänge sind beweglich. Das macht bei deinem Bild und dem schwingenden Container auch Sinn. Erklärt aber nicht, was mit der Hochspannung im Container gemacht wurde. Kenne solche Aufbauten aktuell von BDBOS Sendestationen.

Kleiner Denkanstoß/Frage in den Raum. Als Funkamateur kenne ich die Kurzwellensender vom Funkwerk Köpenick (KN5 - 5KW Sendeleistung). Die haben Kraftstrom benötigt. So etwas gab es auf russischer Seite auch. Oder Gigaherz Sendetechnik. Könnte das Sinn ergeben?
Habe mal in Russland einen Funkamateur besucht, der war richtig Stolz. Besitzer eines Sägewerkes. Abends wurde der Schalter umgelegt und der KW - Sender betrieben. Die schlechte Antenne wurde mit Leistung kompensiert....
Hätte ich hier so niemals bei der BeNetzA anmelden können!

Jogimaster
 
Ich bezweifle, dass die Schutzrohre auf dem Fußboden im Zusammenhang mit der Plattform stehen. Warum soll ich Leitungen im Schutzrohr unter der Plattform durchführen und die Leitungen am anderen Ende auf diese führen? Der Höhenunterschied reicht auch nicht für die Ausbildung von Schlaufen.
Ja, was soll Hochspannung (=größer als 1 kV) auf der Plattform? Bei "Kraftstrom" (380 bzw. 400 V) handelt es sich übrigens um Niederspannung.
Aus dem SBW wird mit Sicherheit nicht gesendet, dafür gibt es ein oder mehrere Funksendezentren, hier wohl Lamsfeld, welche vom GS abgesetzt sind.
Ich bleibe bei meiner Vorstellung vom Dispatcher auf der Plattform.
 
Okay, dann wären die Rohre als Schutz für durch den Raum gehende Kabel denkbar, um sie vor dem "schwingenden" Container zu schützen.

Ich dachte auch eher an Notsender.
Moses, sind die Kabelpritschen #411 wirklich für 1KV Leitungen? Wenn ich da an den Biegeradius denke und wie sonst solche Leitungen im Inneren verlegt sind, bin ich mir nicht sicher. Das würde für Deine These sprechen.

Gruß
Jogimaster
 
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