Zeithain: Standort

Der Gebäude'inhalt' sieht aber gar nicht russisch aus. Der Zaun eigentlich auch nicht. Tanklager macht so auch keinen Sinn. Tja Andreas.

Links neben dem Schornstein erkenne ich zwei Turmartige Bauten ?!

Wann ungefähr sind die Aufnahmen entstanden ? mfg Frank
 
Die antennenartigen "Grill- Spieße hochkant" sprich Blitzableiter im Objekt erinnern mich sehr an GSSD- Liegenschaften; die bauliche Ausführung des doppelten Stacheldrahtzaunes irgendwie auch, Frank.
Nun ja, Vermutung.

vG, FA
 
Jahh, mmhhh. Blitzableiter-Nutzer waren nicht nur sowj. Es ist etwas wenig Information insgesamt. Vllt hat Andreas das Glück, daß jemand die Liegenschaft erkennt.

Grüße Frank
 
Ich habe ein Vergleichsfoto einer sowjetischen Liegenschaft in Wittenberg gefunden, bzgl. dieser großen Stangen im Gelände. Auf NVA- Gelände habe ich diese noch nicht gesehen. Wo hast Du diese noch in Erinnerung Frank?

BG
Andreas
 
Ich habe ein Vergleichsfoto einer sowjetischen Liegenschaft in Wittenberg gefunden, bzgl. dieser großen Stangen im Gelände. Auf NVA- Gelände habe ich diese noch nicht gesehen.
Die markanten Blitzableiter findet man bei JEDEM ehemaligen Munlager der GSSD und weiteren kritischen Lagerorten, ich könnte da unzähliche Beispiele bringen. Aus NVA-Liegenschaften ist mir das so auch nicht bekannt. Dort findet man Blitzableiter unmittelbar an den Lagergebäuden/- bunkern. Auch die Zäune komplett aus S-Draht kenne ich nur aus GSSD-Liegenschaften. In der NVA hat man in der Regel Maschendrahtzäune verwendet auf deren Krone sich drei Reihen S-Draht befanden, ggf. gekoppelt mit einer OSA.

Hier mal ein paar Beispiele der Zäune sowjetischer Liegenschaften (Schlotheim, Hohe Geba, Rangsdorf, Welzow, Merseburg, Großenhain, Zerbst).

Gruß Klaus
 

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Links neben dem Schornstein erkenne ich zwei Turmartige Bauten ?!

Ich klinke mich mal kurz in das Thema mit ein.

Andreas, links neben den Schornstein meine ich einen Portalkran zu erkennen.

Hier mal ein Beispiel für einen solchen. Ich meine jedoch einen mit Gitterträger für die Laufkatze.
http://www.google.de/imgres?imgurl=...E-SE4gT-8oDAAw&sqi=2&ved=0CEcQ9QEwAQ&dur=2875.

Kannst Du diesen Bereich eventuell mal vergrößert einstellen?

Falls es sich wirklich als Portalkran herrausstellt und in Verbindung mit dem Schornstein kann man auf ein Heizhaus im Hintergrund schließen und die Liegendschaft evtl. so etwas eingrenzen.

Das nur mal kurz von mir als "Unwissender" dazu.

Der Gebäude'inhalt' sieht aber gar nicht russisch aus. Der Zaun eigentlich auch nicht.

Frank, wie schaut Deiner Meinung nach denn ein "russischer Zaun" aus?

Gruß
Lutz
 
... bzgl. dieser großen Stangen im Gelände. Auf NVA- Gelände habe ich diese noch nicht gesehen. Wo hast Du diese noch in Erinnerung Frank?

In Mob- / Ausrüstungslagern, wo mil. Güter im Freien gelagert wurden, wie bestückte Kfz-Technik. Z.B. im KL-23 MB III bei Hirschfeld. Teile grenzten an die BAB und waren einsehbar.

Frank, wie schaut Deiner Meinung nach denn ein "russischer Zaun" aus ?

So habe ich es ja nicht geschrieben, ich meinte es umgekehrt » kein Alleinstellungsmerkmal dort für russ. Zaun. Wobei Klaus da gut dagegenargumentiert.

Grüße Frank
 
Der Originalscan war im falschen jahr und im falschen Unterordner abgelegt, da kann ich lange suchen!


Anhang anzeigen 75794

Na ist ja nicht so tragisch.

Also, wie vermutet kann man auf dem Ausschnitt einen Potalkran mit Greifer erkennen.
Das könnte heißen das es sich um einen Bekohlungskran eines Heizhauses handelt. Anderseits wäre auch eine Nutzung für Schüttgutumschlag denkbar. Bei der Größe des Greifers hieße das dann Schiffsentladung oder Waggon.
Die Nutzungsvarianten sind in dem Fall hier aber noch rein spekulativ. Das es ein Portalkran ist, das ist Anhand deines Ausschnittes jedoch klar erkennbar.

Hoffe etwas geholfen zu haben.

Gruß
Lutz
 
Martin, den Namen bitte oben ändern in z.B. "Standort Zeithain" oder ähnlich. Danke.

Gelöst. Der Aufnahmeort war Zeithain, allerdings ist die Fläche heute mit einer Solaranlage zugepflastert. Wie vermutet im Vordergrund eine russische Liegenschaft, dahinter damals schon die der Bundeswehr. Fraglich nur noch die Tanks? (Tankinhalt, Fassungsvermögen).

Lutz, der von Dir identifizierte Portalkran ist hier im 5. Bild abgebildet, Artikel seit gestern online.


Link: http://www.streitkraeftebasis.de/portal/a/streitkraeftebasis/!ut/p/c4/NYvBCsIwEAX_aDcJCurNUij26EXrRdI01MU2Cds1gvjxNgffwFyGhzdcCTbTaIVisBNesXN06N-wPPt7og8snjM5sOwelMEobSDEjJfyHDy4GLwUiw9Cq0e2EhlSZJlKeTGvBWjATum6Uhv1n_7uTdO0Rm139ak6Y5rn4w-nRtgT/



BG
Andreas
 
Ich meine es ist zwar der gleiche Krantyp aber nicht der selbe Kran!

Korrekt,
wenn man sich den Bildausschnitt von Andreas ganz genau anschaut, erkennt man hinter dem 5t Portalkran den anderen im verlinkten Beitrag gezeigten.
Es sind/waren zwei Portalkrane auf der Anlage.

Andreas, wie hast Du die Liegentschaft den nun identifiziert?

Gruß
Lutz
 
Es hat sich der Negativstreifen angefunden. Anhand der Bildfolge war es möglich, den Aufnahmeort grob einzuordnen. Zusätzlich waren wir gestern kurz vor Ort um uns zu vergewissern: es ist Zeithain.
 
Loslegen? Ich habe mich bisher mit der Standortgeschichte Zeithain nicht befasst. Ich kann es auch gar nicht, weil ich nicht so viel Arbeit in Standortdetails stecken kann (Ausnahmen möglich) Ich weiß nur, wo Material liegt, welche Wünsdorfer Firma die Sanierungsarbeiten durchgeführt hat. Welche ABM- Kräfte vor Ort waren und was deren Aufgaben waren und was nicht (Stichwort Arbeitsverweigerung).
Desweiteren gab es einen größeren Fall von geheimdienstlicher Agententätigkeit am Standort.
Zu den russischen Kräften kann ich Dir jetzt nichts sagen, da könnte ich aus irgendwelchen Büchern abschreiben, Fotos- ja, aber in Maßen. Im Archiv im Stadtmuseum Riesa lagert etwas Material zur Garnison Riesa und Zeithain. Wenn Du spezielle Fragen hast, kannst Du diese gern stellen. Eventuell kann ich dazu etwas herausfinden.

Zum Standort selbst gibt es 2 deutsche Websiten, dort findest Du aber zur sowjetischen Nutzung nicht viel.

http://www.pib-11.de/lager/index.htm
http://www.militaerhistorik-zeithain.de/platzgeschichte

BG
Andreas
 
Immer wenns spannend wird ist Andreas schon beim nächsten Rätsel :smug:

Im Buch Garnisonen der NVA & GSTD finden sich da umfangreiche Einträge. Darüber wurde auch woanders hier schon gesprochen. Es gab dort u.a. ein C-Lager (Reichsheer) und eine Muna (Reichswehr/WM). Die GSSD nutzte diese Gelände nach.

Grüße Frank
 
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