Umfrage zur Zukunft des Urban Exploring

TabeaMC

New member
Hallo liebe Community,
ich bin Tabea, Bachelorstudentin der Geographie im 5. Semester in Berlin. Aktuell schreibe ich an einer Hausarbeit zum Urban Exploring. In dieser beschaeftige ich mich mit der Moeglichkeit, Brachflaechen und Lost Places, zu musealisieren und so eine legale und fuer jederman zugaengliche Alternative zum Urban Exploring zu schaffen. Kurz als Erklaerung, ich spreche davon, Lost Places aufzukaufen, z.B durch gemeinnuetzige Organisationen und diese dann so aufzubereiten, dass sie gefahrenfrei und moeglichst barrierefrei betreten werden koennen. Dabei soll natuerlich nur in geringstem Maße in die Eigendynamik des Lost Places eingegriffen werden. Sinn ist es auch, die Geschichte und das Erbe von den Lost Places zu konservieren und auch unter anderem vor Vandalismus zu schuetzen.
Da ich in meiner Hausarbeit gerne die Perspektiven von Urbexern mit einbeziehen moechte, bin ich nun hier und wuerde super gern eure Meinung zu meiner Idee hoeren :D.
Wie findet ihr die Idee Lost Places zu musealisieren?
Kann man dann ueberhaupt noch von Urban Exploring sprechen?
Was bedeutet Urban Exploring für euch?
Alles was euch dazu in den Kopf kommt, hilft mir ein breites Meinungsbild zu vermitteln!
Als kleiner Disclaimer: es handelt sich lediglich um eine kleine Forschungshypothese fuer eine Uni interne Hausarbeit. Dabei soll in erster Linie keine Kritik am Urban Exploring geaeußert werden. Alle Meinungen welche ich vielleicht in diesem Forum sammeln kann, werden anonym wiedergegeben.
Ich freue mich ueber alles was ihr zu sagen habt!
LG :)
 

Büttner

Active member
In dieser beschaeftige ich mich mit der Moeglichkeit, Brachflaechen und Lost Places, zu musealisieren und so eine legale und fuer jederman zugaengliche Alternative zum Urban Exploring zu schaffen. Kurz als Erklaerung, ich spreche davon, Lost Places aufzukaufen, z.B durch gemeinnuetzige Organisationen und diese dann so aufzubereiten, dass sie gefahrenfrei und moeglichst barrierefrei betreten werden koennen.
Eine Gegenfrage sei erlaubt. Wer käme dann für so eine theoretische Möglichkeit in Betracht? Hast du ein konkretes Beispiel? Die Idee ist so gesehen natürlich wirklich gut.
 

Jens

New member
Wenn ein Lost Place "musealisiert" wird und gefahrenfrei oder sogar barrierefrei zu begehen ist, dann ist es für mich ein Museum und kein Lost Place mehr. Angesichts von Bauvorschriften, Brandschutz, Rettungswegen, etc. ist absehbar, wie ein Lost Place nach der Musealisierung aussieht. Der Reiz von Lost Places liegt ja gerade in der Begehung ohne Aufsichtspersonal, der latenten Gefahr, den zu überwindenden Hindernissen, im Unbekannten und Verborgenen sowie der mehr oder weniger vorhandenen Illegalität.
Bevor aus einem Lost Place ein aufgeräumtes Museum wird, würde ich die Digitalisierung und Bestandserhaltung favorisieren, wie bei einigen heute verschlossenen Bunkeranlagen praktiziert. Das Live-Erlebnis kann das niemals ersetzen, bewahrt aber das Objekt und ist für jeden zugänglich, so gesehen sicher und barrierefrei. Meine Meinung …

Grüße, Jens
 

Büttner

Active member
Der Reiz von Lost Places liegt ja gerade in der Begehung ohne Aufsichtspersonal, der latenten Gefahr, den zu überwindenden Hindernissen, im Unbekannten und Verborgenen sowie der mehr oder weniger vorhandenen Illegalität.
Das fasst es wirklich sehr gut zusammen.

Aber vielleicht kann man ja die vorgeschlagene Idee mit dem Thema ähnlich "Escape the Room" kombinieren. Also eine museale Landschaft wo es einen Häscher gibt von dem man sich nicht erwischen lassen darf.
 

fernaufklärer

Active member
Jens hat recht; die Atmosphäre in einem original erhaltenen, noch weitgehend unbekannten Objekt ist eine andere als in einem museal aufbereiteten Objekt.
Spannender. Man sieht mehr Details, die die Geschixhte besser wiedergeben

FA
 

B.Man

Member
Was bedeutet Urban Exploring für euch?

Ein Microabenteuer in einem der Geschichtsträchtigsten und am dichtesten besiedelnden Länder der Welt.

Ehemalige Kalte Krieger aus ehemals feindlichen Lagern treffen sich auf ehemaligen riesigen Sowjetischen Übungsplätzen wo man eigentlich den ganzen Tag niemanden sieht.

Neben einem Atomwaffenlager trifft man Touristen in Flipflops die keinen schimmer haben wo sie da gerade herum stolpern.

Fotografen die die Geschichte einen Scheiss interessiert auf der Jagd nach dem coolsten Fotomotiv.

Deutsche Vorschriften Paragraphenreiter die genauso gut Normblätter oder Briefmarken sammeln könnten.

Alte Männer die immer noch ne Mauer im Kopf haben.

Lost Places als Modetrend.


Es ist nicht einfach.
Ich schaue mir gern mal Museen an um eine Vorstellung zu bekommen wozu und wofür die Dinge waren bevor sie ein Lost Place wurden.

Aber ein ein LP kann man nur als LP wirklich erleben wenn da eben nicht dutzende von Leuten plaudernd mit Smartphones herum laufen.
 

TabeaMC

New member
Da habe ich mir noch nicht so genaue Gedanken gemacht, vielleicht Stiftungen oder auch staatliche Förderung. Es gibt ja schon Ansätze zur Musealiserung, z.b der Museumspark Rüdersdorf.. Wer das finanziert werde ich mal recherchieren..
 

TabeaMC

New member
okay sorry ich komm mit dem Forum nicht ganz klar aber ich hoffe man kanns zuordnen, vielen Dank auch an die anderen Antworten!
 

klausm

Moderator
Neben der musealen Nutzung gibt es noch andere Formen, wie die Fototouren kommerzieller Anbieter wie go2know, Führungen durch Eigentümer wie bei der Johanniter-Heilstätte Sorge oder Erkundungen auf eigene Faust, die durch den Eigentümer auf Nachfrage genehmigt wurden (Objekte in Jüterbog etc.).
Urban Exploring ist natürlich nicht nur das Erkunden von Lost Places, sondern des gesamten Stadtraums, dazu können auch Kunstwerke wie Plastiken oder Wandbilder gehören.
Die Motive und Interessenlagen dürften wie bei anderen Hobbies recht vielschichtig sein und das ist für mich völlig ok.
Ich lass mir da jedenfalls von niemanden was vorschreiben und mir ist die Meinung anderer diesbezüglich auch komplett egal.

Gruß Klaus
 

martin2

Active member
Urban Exploring ist natürlich nicht nur das Erkunden von Lost Places, sondern des gesamten Stadtraums, dazu können auch Kunstwerke wie Plastiken oder Wandbilder gehören.
Man könnte dieses auch "der andere Blick" nennen.

(Das ist ja der Grund meiner ab und an gestellten "touristischen" Fragen zu Regionen.)
 

ElLennart

Member
In der Aufzählung fehlt die SoftAir-Fraktion. Ich bin erst ein einziges mal in einem verlassenen Gelände gestürzt. Weil ich auf diesen Kugeln ausgerutscht bin :-D
Beste Grüße!
 

klausm

Moderator
In der Aufzählung fehlt die SoftAir-Fraktion. Ich bin erst ein einziges mal in einem verlassenen Gelände gestürzt. Weil ich auf diesen Kugeln ausgerutscht bin :-D

Jetzt wo Du es sagst, dass die Kugeln gut rutschig sind, hab ich auch schon mal irgendwo festgestellt. In Jüterbog wird ein ehemaliges Militärgelände gerade auch entsprechend umgebaut: http://shotevent-actionpark.de/ Na ja, hier kann dann auch scharf geschossen werden.

Gruß Klaus
 

ElLennart

Member
#14 Den brauche ich nicht, denn ich rolle ausschließlich elegant mit Judorolle ab und springe anschließend auf, als wenn nichts gewesen wäre.

Überhaupt rolle ich mittlerweile viel zu gut ab. Sagt auch die Herrin des Haushalts.
 

fernaufklärer

Active member
EIn HInweis auf die gute nutritive Betreuung durch die oben Genannte ;)
Dann also los, Maske ab und raus in die Botanik, urbexen!

FA - gestern in der Pampa eine Blase gewandert
 
Oben