Sonderwaffenlager Typ III in der ehemaligen Sowjetunion

Tja, ich finde das Objekt sehr "wiedersprüchlich"/ ne harte Nuß.
...............

Nicht nur das, sondern auch sehr interessant.
Wahrscheinlich diente das Objekt als Lagerstätte nuklearer Gefechtsköpfe der RWSN und irgendwann auch für die Lagerung nuklearer Gefechtsköpfe für verschiedene Flugkörper der Seesstreitkräfte. Spannend sind aber die Gerüchte, das in der Nähe eine Fliegerbasis, mit einer Start und Landebahn von bis zu 4.000 m, für die Tu-95 geplant gewesen sein soll. In diesem Zusammenhang wurde auch spekuliert, das dort nukleare Gefechtsköpfe der R-36orb gelagert werden sollten.
 
...
Es macht vielleicht Sinn von zu Zeit zu Zeit die gewachsene Liste in der Gesamtheit erneut zu posten damit der Überblick bestehen bleibt.

Vorläufige Zusammenfassung der bisher identifizierten Typ III-Bunker außerhalb der Ukraine:

- Kedainiai (LT)
55 16 18, 23 52 29

- Siauliai (LT)
55 57 07, 23 28 25

- Bychau/Bykhov (BY)
53 27 12, 30 06 42

- Stowbtsy/Novokolosovo (BY)
53 28 48, 26 52 04
53 29 16, 26 51 33

- Shchuchyn (BY)
53 38 15, 24 53 25

Solzy (Flugplatz)
58° 8'51.63"N 30°19'50.92"E

Schatalowo (Flugplatz)
54°18'32.57"N 32°21'13.35"E

Twer (Flugplatz)
56°45'36.23"N 35°42'18.11"E

Engels (Flugplatz)
51°25'29.86"N 46°15'40.66"E

Lachta (Flugplatz)
64°21'6.51"N 40°44'13.62"E

Ukrainka (Flugplatz)
51°10'39.28"N 128°34'35.85"E

Weseloje / UA, Krim, russisch besetzt (Flugplatz)
45°34'29.16"N 34°15'33.66"E

Tschagan / KAZ (Flugplatz)
50°29'24.72"N 79° 3'39.55"E

Bolbasowo / BY (Flugplatz)
54°22'6.05"N 30°12'1.77"E

Baranowitschi / BY (Flugplatz)
53° 0'28.70"N 25°58'33.73"E

Bobrujsk / BY (Flugplatz)
53° 1'15.83"N 29°14'22.43"E

Vaziani (Georgien)
41 39 08, 45 06 57
41 38 43, 45 07 24

Mozdok
43 54 47, 44 41 20
43 54 14, 44 41 12
43 44 45, 44 31 01

Vozdvizhenka/Ussurisk
44 00 14, 131 54 30
44 00 12, 131 55 11


P.s.: Charles Tuten geht von insgesamt 62 aus. Er erwähnt in seinem jünsten Buch noch einen bei Plesetsk und vier in/bei ICBM-Stellungen.
 
Zwei Typ III Bunker in der Nähe von Swerdlowsk:
56°47'56.63"N 60°55'56.50"E

Eine Objektskizze mit Feldpostnummer sowie sehr aufschlussreiche Raumzuordnungen für diesen Bunker von einem Taubstummen gleich noch mit dazu ...
(die Darstellung des Bunkers selbst ist unmaßstäblich)

23046_i.okcdn.ru.jpg232738_ok.ru.jpeg
 
Super Fund, bin stark beeindruckt! (Quellenangabe willst du nicht machen?)

Zur Funktion der Grube wird leider auch hier nichts erwähnt. Daneben stellen sich mir immer noch zwei Fragen zu diesem Bunkertyp:
- warum ist die Sicherung durch Tore an Vorder- und Rückseite des Durchfahrts-Bunkers unterschiedlich?
- warum gibt es im Gebäude zwei "Bastelbuden"-Bereiche für die "Initiatoren"?
 
Christian, da wo ich es gefunden habe, da nützt eine Verlinkung nichts weil das nur angemeldete Nutzer sehen können. Insofern spare ich mir das gleich.
Die Darstellungen hatte ich aber schon vor Jahren mal auf den bekannten Seiten gesehen. Dorthin müsste man eigentlich verlinken weil es dort zuerst auftauchte.

Zu deinen Fragen, also die Rückseite scheint man nicht nutzen zu wollen. Der Hauptzugang mit der Schleusenfunktion ist folglich "vorn". Möglicherweise spielt hier die Elektro-Einspeisung im Schleusentrakt auch noch eine Rolle.

Zu den Initiatoren-Räumen. Es scheint hier einen Zusammenhang zur modifizierten Labor-Block-Kammer zu bestehen. Die eigentlich eine Lagerkammer zu sein scheint von der Idee her. Kurioserweise wird das eigentliche Labor überhaupt nicht markiert!
Jetzt müsste man erstmal Siauliai und Kedainiai miteinander vergleichen wegen der Neutroneninitiatoren.

Steht da eigentlich die Abkürzung SN oder SI?

Im technischen Sicherstellungsblock fallen mir jetzt übrigens erste Abweichungen auf.
 
Zu deinen Fragen, also die Rückseite scheint man nicht nutzen zu wollen. Der Hauptzugang mit der Schleusenfunktion ist folglich "vorn". Möglicherweise spielt hier die Elektro-Einspeisung im Schleusentrakt auch noch eine Rolle.
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Steht da eigentlich die Abkürzung SN oder SI?

Kann ja sein, das die Rückseite nur für den Ernstfall genutzt werden sollte (mit Überfahrt über die ominöse Grube), aber einem Nuklearsprengkopf ist die Bunkerseite wegen Zielabweichung erst mal egal. Die Verlade-Einrichtung auf LKW war in Siauliai auf der Rückseite des Bunkers (Bild aus 6/2023, inzwischen abgerissen).
Verladung.JPG

Ich lese SI, Abkürzung für die beiden Worte in der Lagerkammer rechts unten.
 
Christian, da wo ich es gefunden habe, da nützt eine Verlinkung nichts weil das nur angemeldete Nutzer sehen können. Insofern spare ich mir das gleich.
Die Darstellungen hatte ich aber schon vor Jahren mal auf den bekannten Seiten gesehen. Dorthin müsste man eigentlich verlinken weil es dort zuerst auftauchte.

Mal andersrum: die Quelle scheint mir bekannt zu sein. Und richtig, ich komme da unangemeldet nicht rein. Falls du da angemeldet bist, stell doch mal Fragen zum Objekt (wenn du es nicht schon getan hast)... Oder ist das jetzt zu naiv?
 
Zwei Typ III Bunker in der Nähe von Swerdlowsk:
56°47'56.63"N 60°55'56.50"E

Eine Objektskizze mit Feldpostnummer sowie sehr aufschlussreiche Raumzuordnungen für diesen Bunker von einem Taubstummen gleich noch mit dazu ...
(die Darstellung des Bunkers selbst ist unmaßstäblich)

Anhang anzeigen 116542Anhang anzeigen 116543
Laut der unteren Skizze: "Reparatur-technische Basis für nukleare Waffen für fünf Armeen der Luftstreitkräfte und Heimatluftverteidigung.
 
Mal andersrum: die Quelle scheint mir bekannt zu sein. Und richtig, ich komme da unangemeldet nicht rein. Falls du da angemeldet bist, stell doch mal Fragen zum Objekt (wenn du es nicht schon getan hast)... Oder ist das jetzt zu naiv?
Eine von einem Nichtehemaligen in einer geschlossenen Taubstummengruppe gestellte fachliche Frage würde die erste und somit auch gleichzeitig die letzte Frage dort sein. Also ich lass das mal besser sein wenn ich noch weiter mitlesen möchte.
 
Unmittelbar südlich und südwestlich davon gibts kuriose kreisrunde Antennenfelder, hast du diese bemerkt?
Das sind beides Wullenwever-Antennensyteme mittleren Ausmaßes. Antennen zur Winkelbestimmung eines Empfangssignals zum Zweck der Triangulation. Die Einzelantennen haben dabei unübliche Formen. Offenbar hat man dort im Laufe der Jahre verschiedene Konfigurationen getestet. Bei GE ist die bei 56.7919, 60.9109 im Bild von 6/2021 gut erkennbar. Wenn man zeitlich zurückklickt erkennt man diverse Konfigurationen.

Die Einzelantennen auf dem Luftbild von 1966 haben die übliche Form.
 
hallo, danke für das superinteressante Thema hier!!

mich interessiert (auch) sehr eine Antwort auf #32. wenn mal Zeit ist...
(hoffe hab die Antwort nicht überlesen, #?)

beste Grüße
und noch ein gesundes neues Jahr für alle
 
Interessant, der südliche Typ III ist 1973 als an der Südseite schon aufgegraben erkennbar. Sowas kenne ich bisher noch von keinem weiteren Standort.
 
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