Sonderwaffenlager des Sowjet-Flugplatzes Siauliai (Litauen)

Hier gibts Vergleichsbilder zu einen Typ II ein paar Kilometer weiter östlich:

Ein weiterer Typ II Bunker:

Mit einem sehr interessanten Kommentar zu Form der Decke im Saal:
Iwan I. 26 Mär 2024
Bei den ersten 4 Konstruktionen dieses Typs war die Decke in der Halle konvex und der Kranbalken verlief nur in einer Ebene. Später wurde die Decke flach gemacht und der Kran lief in 2 Ebenen. Es ist einfacher geworden, die Glühbirnen im Flur zu wechseln.
 
Aus vorgenannten Link und aus einem weiteren Link Ansichten über die "Zugbrücken mit den Schienenstücken":

Diese Fotos zeigen eines der geschlossenen hermetischen Tore mit der hochgeklappten Brücke. Und deren Antrieb der sich tatsächlich in der kleinen Nische befindet. Zwischen dem "Motor" und der Brücke besteht offensichtlich ein Stahlseilverbindung.

Unabhängig vom Brückenantrieb (öffnen/schließen) ist ein Ölbehälter mit Leitungen direkt am Tor erkennbar. Damit werden vermutlich hydraulische Zylinder angetrieben die das Tor noch oben drücken und durch die schrägen Keilelemente an der Decke an die Toröffnung zwangsgepresst wurde.

1279739396_07.jpg1279739384_06.jpgscale_2400.jpg
 
Kommen wir noch mal zu dieser mysteriösen Grube im Saal. Bei früheren Begehungen fielen an dieser Stelle lediglich mit Metall eingefasste Betonplatten auf. Das Gleis führte durch diese Grube hindurch und lag vermutlich auf den im Bild sichtbaren Doppel-T-Trägern auf. Wie auch die Betonplatten selbst. Diese verfügten über metallene Haken und konnte ausgeklappt werden zum herausheben.
Länge: 4,29 m
Breite: 2,14 m
Tiefe: 1,58 m + 0,32 m (Auflage)
Die folgenden vier Fotos stammen aus dem Jahr 2018, die Schrottis schienen her gerade frisch zugange gewesen zu sein.
2018-07_Grube4.JPG2018-07_Grube3.JPG2018-07_Grube2.JPG2018-07_Grube.JPG

Solcherlei Gruben gibt es auch in Wartungspunkten analoger und ähnlicher Sonderwaffenlager aber ohne entsprechendem Gleis durch die Gruben. Wenn der Wartungspunkt am Standort Kedainiai nicht schon so stark zerstört gewesen wäre hätten wir uns dort diese Gruben anschauen können.
Hier ein Beispielfoto von einer der beiden Gruben aus Arzis, gemessen wurde:
Grube-1
Länge: 4,46 bis 4,47 m (oben)
Breite: 2,32 bis 2,35 m (oben)
Grube-2
Länge: 4,47 m (oben) 3,95 (unten)
Breite: 1,73 m
Die große Gemeinsamkeit ist ist das alle Gruben immer genau mitten im Transportweg angeordnet sind.
2018-08_Grube.JPG
 
Kommen wir noch mal zu dieser mysteriösen Grube im Saal. Bei früheren Begehungen fielen an dieser Stelle lediglich mit Metall eingefasste Betonplatten auf. Das Gleis führte durch diese Grube hindurch und lag vermutlich auf den im Bild sichtbaren Doppel-T-Trägern auf. Wie auch die Betonplatten selbst. Diese verfügten über metallene Haken und konnte ausgeklappt werden zum herausheben.
Länge: 4,29 m
Breite: 2,14 m
Tiefe: 1,58 m + 0,32 m (Auflage)
Die folgenden vier Fotos stammen aus dem Jahr 2018, die Schrottis schienen her gerade frisch zugange gewesen zu sein.
Anhang anzeigen 116305Anhang anzeigen 116306Anhang anzeigen 116307Anhang anzeigen 116308

Mit dieser Kenntnis hätten ich und Chebu uns die Messungen der Grube in Siauliai im Sommer ja auch sparen können. Bis auf das Höhenmaß sind die Ergebnisse fast identisch.
Bei den von dir verlinkten Bildern eines Typ II-Atombombenlagers aus der Nähe von Jekaterinburg wird zur ominösen Grube wörtlich geschrieben, es handele sich um eine Hebebühne ...
 
Es gibt in dieser Grube nichts was auf die genannte Angabe hinweist. Keine Anschlüsse, keine Leitungen, keine Arretierungen, keine Fundamente, einfach nichts. Sollte sich darin eine "Hebebühne" befinden dann wäre da einerseits das Gleis im Weg und andererseits sollte irgendwas davon erkennbar sein was damit im Zusammenhang steht. Es ist auf den ersten und zweiten Blick erstmal nur eine Grube über die ein Gleis führt, ich will damit sagen das ich die Angabe "Hebebühne" anzweifle. Die Freiräume sind mit Betonplatten abgedeckt.
Das einzige was mir all die Jahre dazu eingefallen ist das es etwas mit Störung oder Havarie zu tun haben könnte.
Die Grube vom Typ II bleibt ein Mysterium. Gilt natürlich auch für die Gruben in den Wartungspunkten.
 
Guter Fund!
Eine Entwicklung die sich durch dortige Abrissarbeiten und Rodungen ankündigte. Was ein "storage" ist kann sich jeder vorstellen, mittel- und langfristig wird es somit keinen Zugang mehr zum Typ II Bunker und dem verbliebenen Rest vom Wartungspunkt geben.
 
Von dem Bewuchs auf dem Bunker selbst einmal abgesehen wurde hier offenbar der Zustand von 1972 wiederhergestellt ...

Es ist einer von zwei Bunkern dieser Art auf EU-Gebiet, der andere befindet sich in Kedainiai.
Moin Büttner!
Was meinst Du mit dem 2. Satz? Von diesen A- Lagerbunkern gab es auf EU- Gebiet zahlreiche und nicht nur zwei. Allein in Deutschland mehrere, und in Polen und Tschechien hat man 2 davon als Museum hergerichtet,...echte Leckerbissen für Bunkerfreunde!
Gruss
Reinhard
 
Büttner: Es ist einer von zwei Bunkern dieser Art auf EU-Gebiet, der andere befindet sich in Kedainiai.

Reinhard: Was meinst Du mit dem 2. Satz? Von diesen A- Lagerbunkern gab es auf EU- Gebiet zahlreiche und nicht nur zwei.

Diese Art von Bunker bezieht sich auf den vorgenannten Bunker Typ II.
 
Genau!

Du hattest aber geschrieben "Es ist einer von zwei Bunkern dieser Art auf EU-Gebiet, der andere befindet sich in Kedainiai." (s. oben)
 
Was "aber"? Hier ist die ganze Zeit vom Typ II die Rede. Dieser Art meint Typ.
Ehrlich gesagt verstehe ich nicht auf was du hinaus willst.
 
Moin Büttner!
Was meinst Du mit dem 2. Satz? Von diesen A- Lagerbunkern gab es auf EU- Gebiet zahlreiche und nicht nur zwei. Allein in Deutschland mehrere, und in Polen und Tschechien hat man 2 davon als Museum hergerichtet,...echte Leckerbissen für Bunkerfreunde!
Gruss
Reinhard

Moin Reinhard.

Auf dem Gebiet der heutigen EU finden/fanden sich eine Reihe von sowjetischen "A-Lagerbunkern". Die hatten aber ein unterschiedliches Design (und waren nicht immer Neubauten).
Die baugleichen von dir erwähnten Museen wurden von der CIA in ihrer Aufklärung als Typ VII bezeichnet. Davon gab es 12 in verschiedenen Ländern des Warschauer Vertrags, zwei im heutigen Ostdeutschland.
Büttner geht es aber explizit um die von der CIA als Typ II bezeichneten Lagerbunker. Die hatten bei Baubeginn wohl eine andere Funktion (Atombombenlagerung), und sie haben einen sehr speziellen Grundriß mit Vorbau an der Vorderseite:
DSC_2036.JPG

Gutgehn!
 
Die baugleichen von dir erwähnten Museen wurden von der CIA in ihrer Aufklärung als Typ VII bezeichnet. Davon gab es 12 in verschiedenen Ländern des Warschauer Vertrags, zwei im heutigen Ostdeutschland.

Länder​
Anzahl der Standorte​
Anzahl der Bunker Typ VII​
DDR​
2​
4​
CSSR​
3​
6 (kurze Lagerkammern)​
Polen​
3​
6​
Ungarn​
1​
2​
Bulgarien​
3​
6 (kurze Lagerkammern)​
Gesamt
12
24

Mit Blick auf den Typ II, der hier im Thema behandelt wird, liegt meine Schätzung bei mindestens doppelt so vielen Bunkern dieser Art.
 
So, eine äußerst wichtige Korrektur zu den Beiträgen bezüglich Siauliai (und anderen Objekten): die Bunkerbezeichnung des Sonderwaffenlagers in Siauliai durch die CIA ist nicht Type II, sondern Type III !!!
Quelle: Charles Tuten, "Matters Of Perspective", Seite 202. Er war 2007 vor Ort.
 
Quelle: Charles Tuten, "Matters Of Perspective", Seite 202.
Ja, sehr wichtige Klarstellung, Danke für den Hinweis!
Bis April 2024 hatten wir noch die richtigen Bezeichnungen in folgender Diskussion gehabt:
hidden-places.de/index.php?threads/charles-tuten-Äußerungen-zu-sonderwaffenlagern.1769/page-35
Ab Oktober 2024 hat sich hier meinerseits im laufenden Diskussionsverlauf fälschlicherweise Typ II statt Typ III eingeschlichen.
Gut das wir nun wieder zurück beim Typ III sind.
Aus der verlinkten Diskussion geht auch hervor das lt. Tuten 62 oder mindestens 62 Typ III existieren - was sich mit meiner Wahrnehmung dazu deckt.
 
Wisst Ihr wie die CIA im "Kalten Krieg" die Bauart der Bunker feststellen konnte? Die Lagerkammern verlaufen unterirdisch, und der oberirdische Teil ist übererdet. Durch Luftaufklärung kann man das also kaum ermitteln.
 
Danke für die Info!
Habe da mal gestöbert. Zahlreiche Infos in den Dokumenten z. B. zu Bunkern wurden abgedeckt, und die Luftbilder sind in s/w und total unscharf (z. B. Borissoglebsk).
 
Oben