Im Notfall den passenden Unterschlupf zu finden wäre zielführend.
Ich bin gebürtiger Quedlinburger und habe durch die Feldflur nur rund 12km zurückzulegen. War öfters schon da, nie aber in den Stollen. Früher ging es nicht und als es ging, gab es nur DDR-Geld, dass ich dann nicht mehr wollte!!!
Mich stört im Besonderen, dass kaum noch Notitz von genommen wird, wie der ganze unterirdische Komplex mit seinen über 8 km Stollen geschaffen wurde. Im KZ Langenstein/Zwieberge schufteten die Insassen bis zum Tod, bis zur ihrer physischen Vernichtung. Tausende starben hier im Buchenwald-Außenlager.
Das heutige Gedenken findet etwas abseits im alten Rest des Lagers, 600m südlich statt.
Einmal im Jahr wird der Opfer gedacht und sonst interessiert es kaum noch jemanden. Die Jugend weiß darüber kaum noch etwas darüber. Die heutigen Flüchtlinge im Flüchtlingsauffanglager Halberstadt leben nur etwas über 1 km weiter nördlich.
Eine Außenstelle vom KZ Mauthausen in Oberösterreich, linke Donauseite hieß Gusen I, II und III . Dort schufteten die KZ-Insassen genauso unter Tage, auch in Langenstein, aber eben jenes in Oberösterreich. (Nahe Linz)
Beide Bergwerksbaustellen dienten den Nazis zur geplanten Rüstungsproduktion. Beide Male fast identische Begleitumstände.
Beide Lager habe ich gesehen und festgestellt, dass die Österreicher noch "besser" im Verdrängen sind als wir deutschen. Dort wurden gleich ganze Lagerteile vergeben und überbaut. Dem wurde inzwischen Einhalt geboten. Mauthausen, 3 km entfernt hats seine eigene Gedenkstätte.
Gruß Volker