Denkmal: Sowjetische Ehrenmale und Grabstätten in der DDR

Klar, auch der Inhalt der 1ten & 2ten Seite des ND war je nach Jahreszeit vorhersagbar ;) Nur manchmal kam der Tod eines Generalsekretärs, Armeegenerals o.ä. dazwischen. Oder der Abdruck des OSZE-Dokumentes 1975. Eine Ausgabe mit Sonderseiten. GF
 
Habe den Thread durchgerattert und bin erfreut, dass die Gedenkstätte in Potsdam auch aufgelistet wurde. Sie hat ja eine dieser eindrucksvolleren Statuen mit Soldatendarstellung. In diesem Fall vier.
Vor kurzem besuchte ich zum ersten Mal die (sehr große ) Grabstelle in der Michendorfer Chaussee bei Potsdam. Die habe ich hier noch nicht gesehen (?). Auch dort eine Soldatenstatue.
Und eine Erklärung für die Frage, die hier auftauchte: ja, auch auf diesem Friedhof ruhen einige Opfer der Nachkriegszeit. Es gab ja da mal dieses schwere Zugunglück, als die sowjetischen Waffenbrüder mit dem ungesicherten Kanonenrohr im entgegenkommenden Zug hängengeblieben sind... Da kamen einige Soldaten ums Leben, und davon liegen wohl einige auf diesem Friedhof. Man muss sich aber auskennen oder lange suchen, denn eine Beschilderung zu diesen Gräbern gibt es nicht.

Falls jemand Zugriff auf das NVA-Forum hat - da gibt es etwas zu lesen. Und nicht nur zu einem Vorfall...

http://www.nva-forum.de/nva-board/index.php?showtopic=17717&hl=zugunglück&st=0

Die angesprochenen Zeitungsmeldungen von 2012 verweisen jedenfalls per Sterbedaten auf die Wahrscheinlichkeit, dass Opfer dieses Unfalls dort bestattet wurden.
Solche Fälle gab es sicher öfter. Man ging immer davon aus, dass die Überführung nach Hause nicht unbedingt stattfand, wenn der Dienstgrad klein und der Todesumstand keine Heldentat war.

Hab das Verkleinern der Bilder noch nicht verstanden, könnte aber ansonsten gern die Statue hier reinsetzen.

Gruß ElLennart
 
Da ist er.
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Habe den Thread durchgerattert und bin erfreut, dass die Gedenkstätte in Potsdam auch aufgelistet wurde. Sie hat ja eine dieser eindrucksvolleren Statuen mit Soldatendarstellung. In diesem Fall vier.
Vor kurzem besuchte ich zum ersten Mal die (sehr große ) Grabstelle in der Michendorfer Chaussee bei Potsdam. Die habe ich hier noch nicht gesehen (?). Auch dort eine Soldatenstatue.
Und eine Erklärung für die Frage, die hier auftauchte: ja, auch auf diesem Friedhof ruhen einige Opfer der Nachkriegszeit.
In http://forum.hidden-places.de/attachment.php?attachmentid=91542&d=1406833024 formulierte ich sinngemäß das dieser Friedhof der größte seiner Art ist auf dem nach 1945 umgekommene sowjetische Zivilisten und militärisches Personal beerdigt wurden.
Ursächlich für die Aufklärung des beschriebenen Vorfalls waren die Recherchen des Jüterboger Ortschronisten, eines Journalisten der MAZ sowie die Reaktionen der Leser - und nicht das NVA-Forum. Der 50. Jahrestag stand damit sicherlich im Zusammenhang, ja, natürlich anlassgebunden.
 
Ah, verstehe. Die Publikation ist mir nicht bekannt. Habe mir aber gedacht, dass das schon zur Sprache gekommen sein muss. Mir ist heute aufgefallen, dass es ja noch einen Friedhof für sowjetische Gefallene bei Potsdam gibt, der recht wenig beachtet wird. Der befindet sich nahe des östlichen Ortseinganges Richtung Stahnsdorf bei Kienwerder.
 
Kienitz an der Oder: 52°39'59.77"N 14°26'46.39"E

Am vergangenen WE führt ich eine umfängliche Radtour an der Oder entlang und entdeckte hierbei dieses Denkmal. Es weist einige Beschädigungen auf aber man kann noch immer alles lesen und erkennen.

Das Denkmal ist nicht identisch mit jenem aus DDR-Zeiten. Damals befand sich ein Panzer an der Straße der Befreiung in Kienitz. Ob der Panzer noch dort ist weiß ich nicht.
Gestern Abend im RBB kurzer Beitrag zur Gedenkveranstaltung des 70.Jahrestages der Überquerung der Oder seitens der Roten Armee.
Verschiedene Vertreter von Brandenburgs Landesregierung und der Gemeinde gedachten gemeinsam mit dem russischen Botschafter und dem Militärattaché (in Uniform) der zahlreichen Opfer.

Staatssekretär Gorholt würdigt die Gedenkstätte in Kienitz als wichtigen Ort der Aufklärung und Erinnerung im Land. „Die Auseinandersetzung mit dem menschenverachtenden Regime des Nationalsozialismus ist gerade in diesem Jahr, in dem sich das Ende des Zweiten Weltkrieges und die Befreiung der Konzentrationslager zum 70. Mal jähren, von besonderer Bedeutung. Vom Historiker Golo Mann stammt das Zitat: ’Wer die Vergangenheit nicht kennt, wird die Zukunft nicht in den Griff bekommen’. Ob es die deutsch-deutsche Teilung oder die Gründung des Landes Brandenburg vor 25 Jahren sind – all das ist ohne Blick auf die deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert nicht einzuordnen. Der Gedenkort Kienitz ist ein wichtiger Bestandteil der zeitgeschichtlichen Erinnerungskultur des Landes und der historisch-politischen Bildung für nachfolgende Generationen – hier kann man sich sowohl mit der Geschichte des Zweiten Weltkrieges als auch mit dem Antifaschismus der DDR kritisch auseinandersetzen.“

Das Panzerdenkmal im Letschiner Ortsteil Kienitz wurde im vergangenen Jahr saniert. Das Sanierungsprojekt, das unter Begleitung des Kulturministeriums und in Kooperation mit der Gedenkstätte Seelower Höhen umgesetzt wurde, ist von landespolitischem Interesse: Es handelt sich um ein Mahnmal der DDR, das auch heute noch zur Auseinandersetzung mit dem vom nationalsozialistischen Deutschland ausgegangenen Zweiten Weltkrieg auffordert. Am Morgen des 31. Januar 1945 setzte die Rote Armee bei Kienitz über die Oder und errichtete einen Brückenkopf, der dazu diente, den Vorstoß auf die Seelower Höhen vorzubereiten. Tausende Soldaten verloren dabei ihr Leben.

Die Sanierung des Panzerdenkmals wurde von der Landesregierung mit Lottomitteln in Höhe von 40.000 Euro unterstützt. Die Ausstellung „… Oderland ist abgebrannt“ des Geschichts- und Heimatvereins Gusow-Platkow, die am morgigen Samstag eröffnet wird, wurde vom Kulturministerium im Rahmen des Kommunalen Kulturinvestitionsprogramms mit 10.500 Euro gefördert. Das Panzerdenkmal soll in diesem Jahr um Informationstafeln zur Geschichte des Zweiten Weltkrieges und zur Entstehung des Denkmals ergänzt werden.
Quelle: http://www.mwfk.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.388697.de

Ein Beitrag zum Panzer "Emil" vom September 2014:

Infotafel zum Denkmal

Künftig sollen Geschichtsinteressierte dort noch mehr Informationen erhalten. Pünktlich zum 70. Jahrestag des Kriegsendes wird eine ausführliche Infotafel zur Geschichte des Zweiten Weltkrieges und zur Entstehung des Denkmals aufgestellt. Der in die Jahre gekommene Panzer wird derzeit umfassend restauriert, vom Rost und Dreck der Jahrzehnte auf dem Sockel befreit. Dafür stellt das Brandenburger Innenministerium 40.000 Euro aus Lottomitteln zur Verfügung. Die Gemeinde selbst trägt einen Eigenanteil in Höhe von 10.000 Euro. "Wir haben den Panzer zunächst gereinigt. Er bekommt noch einen neuen Anstrich. Einige Bauteile müssen wir in der Werkstatt aufarbeiten", erzählt der Berliner Restaurator Georg Ignaszewski.
Quelle: http://www.morgenpost.de/brandenbur...mens-Emil-Dorfattraktion-in-Kienitz-wird.html

Und zur Ausstellung:
Gemeinsam mit Edgar Petrick hat Andreas Köpp vom Plakower Museum vier Tafeln gestaltet. Auf denen wird die militärische Situation zur Zeit der Brückenkopfbildung erläutert, kommen militärische und zivile Zeitzeugen zu Wort und wird die Nachkriegszeit beleuchtet.
Quelle: http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1358862
 
Hallo Leute
Sehr interessanter Fred, ich kenne auch einen Platz, an dem verstorbene Kriegsgefangene
bestattet wurden, der liegt aber leider nicht in der ehem. DDR.

Gruß ise...
 
Hallo Büttner
Ich habe keinen anderen Fred gefunden, also hänge ich meine Bilder hier an.
(Ev. muß ein Mod sie verschieben)

Dieser kleine Friedhof liegt an der B 244, zwischen den Ortschaften Parsau und Rühen, in der Nähe von Wolfsburg.
Er ist immer in einem ordentlichen Zustand.

Gruß ise...
 

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Güterfelder Eck bei Potsdam

Ein wunderbarer Platz; laut Inschrift geht es allerdings nicht nur um Soldaten. Im Friedhofsgeländezwischen Kienwerder und Babelsberg, Nähe "Florencehort", gegenüber der (leerstehenden) ehemaligen Hautklinik.
 

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Привет. Форум бывших солдат повернулся ГСВГ мать ищет могилу дочери. Может быть, кто-то может помочь этой женщине. Привет! Пожалуйста, помогите мне моя дочь могила Ryasinoy Алла Валериевна, чтобы найти кладбище Михендорф 02.26.1969 года. Я знаю, что это фильм с памятниками, похороненных родственников. К сожалению, я не смог найти. Спасибо. С уважением, Николай
 
hier eine schnelle Übersetzung:
Hallo. Mutter sucht das Grab der Tochter RYASINOY Alla Valerivna. Friedhof Michendorf (Potsdam) 26. Februar 1969 (Todesdatum?). Danke. Respektvoll, Nicholaj
 
Ich habe das mal an die Friedhofsverwaltung weitergeleitet. Mal sehen, ob da was geht. Bei über 5000 Grabstellen, die auch nicht so sauber zu lesen sind, wie auf amerikanischen Rasengrabfeldern, kann man da nicht mal eben suchen gehen. Es sei denn, man macht ein Forumstreffen draus und besucht nach der gemeinsamen Grabstellensuche die zahlreichen hiddenplaces in der unmittelbaren Umgebung.
 
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