Charles Tuten Äußerungen zu Sonderwaffenlagern

HeerMann

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Kann dem hier nicht mehr folgen. Habe den Überblick verloren. Sind das nicht eigentlich zwei verschiedene Sachen (Tuten und Büttner/Fliegerkräfte mit Nukes lt. FR)? Gehe ich richtig in der Annahme, dass ein Teil der hier von Büttner als ständige "Sonderwaffenlager" (im Sinne von Nukes) bezeichneten Örtlichkeiten keine waren? Hermann sagt, Werneuchen, Groß Dölln und Großenhain waren keine, richtig? Was ist dann mit der BND Schrift, die in Rote Plätze abgebildet war? Hermann verstehe ich das richtig, die hatten da nur geübt, es waren aber keine Waffen da? Du machst das an bestimmten Merkmalen der Infrastruktur fest (was ja sicher auch zu beachten ist!)?
Um es kurz zu fassen: Die Angaben von Büttner "ständige Sonderwaffenlager" Werneuchen, Groß Dölln und Großenhain sind falsch?
 

Ralfi

Gesperrt
Hermann,

ein gutes hat es ja. Viele User lesen gerne deine Beiträge und die meisten verstehen sie sogar noch. Es gibt natürlich immer noch "Ausreißer", die das nicht begreifen wollen...
Jeder muß für sich selber entscheiden was er lesen und lernen möchte. Ich weiß, daß ich nicht auf kurtze (oder lange) Grimm´s Märchen stehe und lese daher lieber andere in schwarz gebundene Literatur. Da hat man einfach mehr von...

meint Ralfi
 

HeerMann

New member
Hermann,

ein gutes hat es ja. Viele User lesen gerne deine Beiträge und die meisten verstehen sie sogar noch. Es gibt natürlich immer noch "Ausreißer", die das nicht begreifen wollen...
Jeder muß für sich selber entscheiden was er lesen und lernen möchte. Ich weiß, daß ich nicht auf kurtze (oder lange) Grimm´s Märchen stehe und lese daher lieber andere in schwarz gebundene Literatur. Da hat man einfach mehr von...

meint Ralfi
Also ich gehöre dann wohl zu den Ausreißern, war zu meinem Verdruß vor 1990 nicht dabei.
 

Ralfi

Gesperrt
HM,

jeder kann sich den Schuh anziehen wie er will. Ich war vor 1990 auch nicht dabei, genauso wenig wie manche Nachwuchshistoriker.

Ralfi
 

HeerMann

New member
HM,

jeder kann sich den Schuh anziehen wie er will. Ich war vor 1990 auch nicht dabei, genauso wenig wie manche Nachwuchshistoriker.

Ralfi
Naja, Schuhe anziehen und Nukes, da sehe ich schon Unterschiede. Übrigens, die Mehrheit aller Historiker waren nicht Zeitzeugen in den Gebieten, in denen sie forschen. Bleiben wir bei meiner Frage: Großenhain, Groß Dölln und Werneuchen besaßen keine "ständigen Sonderwaffenlager"?
 

Hermann

Gesperrt
HM,
Teil-1
streng genommen muss man den ganzen Nuklearpart in drei (vier) Nutzergruppen teilen:
a.
LasK

b.
LSK

c.
Artillerie der Ebene FRONT.

d.
mögliche andere Sachen im Bedarfsfall (hat aber vermutlich noch niemand nachhaltig aufgearbeitet? keine Kennung bei mir)

Es war ja nicht nur die Infrastruktur an der man es festmachen sollte, das wäre zu einfach, es war Personal, Technik, Bauten, Sicherung, KfZ , bauliche Besonderheiten, Lehrklassen, Ausbildung, Sicherstellung, die in Anwendung und Bewertung zu bringen wären.
Ich hatte ja mehrmals daraufhingewiesen, das man für etliche Standorte dazu keine erschöpfende Antwort bekommt, weil da einfach nichts war. Und die Ersteller der Materialien zu fragen ist gleich aussichtslos, also muss man es anders versuchen zu knacken.
Eine Möglichkeit dazu könnte der Hausherr und Verwalter sein.

Alle drei Hauptnutzer solcher Läger (nicht die Betreibenden und "Eigentümer") wären aus Lagerkompülexen versorgt worden, die auf den Zweck der lagergüter zum Zeitpunkt der Projektlegung optimiert waren. Es gab Einrichtungen, die u.a. von Einheiten der LSK versorgt wurden in dem sie per Flugzeug die Produkte einflogen. Verteiler und Betreiber blieb aber der "Betriebstrupp der 12. HV", wenn Produkte über den Luftweg zugeführt wurden. Alles lief über Container und andere Nutzbehältnisse ab.
Die LSK waren damit eigentlich "nur" Dienstleister auch für andere und den Eigenbedarf, der in den Lägern wiederum von speziellen Betreibern unterhalten wurden.

Teil-2 und ein eigener Teil könnte sein:
die LSK für sich hatten
a.
Basierungen der ständigen, stationären Lagerung,
b.
vorbereitete Basierungen der platznahen Abstützung,
c.
Basen im Auftrag der Abstützung des Verteilungs und Nachführungsprozesses.
d.
Übergabepunkte, Lagerpunkte für den Prozess der Übergabe.

-----------------------------------------------------------------------
Herangehensweise an das Problem:

1.
Um zum Ziel zu kommen muss man Hr. Tuten und seinen Komplex den Lagern und Maßmnahmen für Raketentruppen und Artillerie der LaSK zurechnen,

2.
die Aussagen von Herrn Büttner muss man den LSK und deren Strukturen und Verteilerwegen zuschlagen wenn Einrichtungen der LSK diesen Part abstützten. Diese waren anders gestaltet als bei den LaSK, weil man die Produkte nicht zu den Übergabepunkten auf Feld, Wald Wiesen zuführen muss, sondern u.a zu den Handelnden und die waren in der Regel an einen FP gebunden, wo eine Transportstruktur bereits nutzbar war.

ABER
die LSK hatten als Dienstleister für andere und für den eigenen Verteilerprozess auch eine Struktur zu unterhalten, die dazu diente, diese Prozesse erst zu ermöglichen, solange die Bomben nicht von allein von Dölln nach jwd kullerten war das notwendig.
Welche diese Punkte der Produktübergabe, kurzfristigen Lagerung und Wiederausgabe waren, betrachtet Herr Büttner nicht, er schlägt alles irgendwelchen Gruppen zu, bevor er vor kurzem schon auf die temporäre Lagerung umschwenkte, die es in der Argumentation früher gar nicht gab. Dadurch entsteht ein Masse und ein Nutzungsansatz der so nach jetzigen Erkenntnissen nicht stimmt.

Manche Einrichtungen lagerten also Produkte für einen anderen Zweck, nicht als Lager sondern um die Verteilung und die Versorgung oder die Rückführung sicherzustellen. Das war auch temporär zu sehen, heisst nicht, dass da ggf. nichts lag wenn was ausgeliefert wurde, sondern bedeutet einen ganz anderen Nutzungszweck. Ebenso hielten die LSK für den Fall von Ausweichhandlungen eine Reihe von Anlagen vor, die man hätte nutzten können, die aber zu Friedenszeiten nicht genutzt wurden.

So wird ein Schuh draus. Ich gebe ja zu dass das anstrengend ist, aber so ist der Erkenntnisstand und der lässt sich nicht negieren. Irgendwelche Wege muss das Zeugs ja genommen haben. Und es gab Leute die das im täglichen Dienst gemacht haben. Wenn man weis wo die saßen kann man ja versuchen Kontakt herzustellen und gar nichts weiter haben wir auch gemacht. dass es dazu eines Türöffners bedurfte, ist ein Aspekt der zu beachten, aber nicht der entscheidende war. man kann ja solche Infos auch kaufen.

Verdruß muss man eigentlich nicht haben, für sein Geburtsjahr kann niemand was. Es ist vieles beantwortbar, wenn auch manche Frage noch offen ist. Manche Fraghe wird auch nie klärbar sein, weil Umstände nie eingetreten sind. Was hätte man bei einer Havarie tatsächlich gemacht? Keine Ahnung ich kann vermuten was man vorhatte aber das ist kein Beweis, weil er halt nicht als Tatsache eingetreten ist.

Die nächste Frage ist die Dislozierung dieser Läger. Wer hat sich denn bisher mit dem Grund und der örtlichen Auswahl dieser befasst? Gab es da vielleicht ganz andere Denkweisen zur Ortswahl, denn wer wusste denn welches Geschwader an einem Platz 20 Jahre nach Proejktierung mal eine Rolle spielen könnte? Wie die LaSK auch hatten die LSK einer Frontluftarmee ja Strukturen die auf einer gewissen Rolle im Einsatz dieser Armee schliessen lassen. Welchen Einfluss hatte das auf Anzahl und Art der Läger? Hat das mal jemand betrachtet? Waren die vorgegeben Produkte (die ja in Art und Typ bekannt sind) überhaupt in den bereits benannten Lägern lagerbar? Es gibt also noch einiges zu raspeln an den Standorten wenn man es betrachten will. Nur 50% der bisher genannten Umfeldbedingungen (die übrigens auch auf der Gegenseite eine Rolle spielen) in Anwendung gebracht, bring ein etwas anderes Bild als das in dem berühmten Schema sichtbar wird.

Es wird auch für die Zukunft eine Frage des Umgangs damit bleiben u. des Umgangs, wie gedenke ich eine Zusammenarbeit zu suchen. Mit plumpen Allerweltsfeststellungen zu finden in der Engegnung oben, wird das aber garantiert nichts.
Grüsse Hermann
 

HeerMann

New member
...So wird ein Schuh draus. ...
Grüsse Hermann

Hermann, meine einfache Frage bezüglich der LSK Lager ist damit nicht klar beantwortet!

Zitiere:
"Irgendwelche Wege muss das Zeugs ja genommen haben."

Also war/lag dieses Zeug doch in Werneuchen, Großenhain und Groß Dölln?



"Wenn man weis wo die saßen kann man ja versuchen Kontakt herzustellen und gar nichts weiter haben wir auch gemacht."

Daher kommt also euer (Mehrzahl, Hermann, Ralfi etc.?) Wissen, das ist natürlich fundiert, alle Achtung. Also konnten die Taubstummen an diesen Orten doch reden. Grandios, 1 zu 0 für Euch.



"Gab es da vielleicht ganz andere Denkweisen zur Ortswahl, denn wer wusste denn welches Geschwader an einem Platz 20 Jahre nach Proejktierung mal eine Rolle spielen könnte?"

Natürlich konnte auch schon damals niemand 20 Jahre in die Zukunft blicken! Allerdings muss ich bemerken, dass die Granits (oder wie immer die genannt werden) auf den genannten drei Flugplätzen alle in den 70 er Jahren entstanden waren und zu diesem Zeitraum, zumindest was Groß Dölln und Großenhain betrifft, dann nuklearwaffenfähige Jagdbomber dort stationiert waren. Was mit Werneuchen ist, dass wissen nur die Götter. Oder vielleicht Hermann? (das musst du hier nicht beantworten. Ich bin hier jedenfalls nicht dazu da, um euch auszufragen)



"Waren die vorgegeben Produkte (die ja in Art und Typ bekannt sind) überhaupt in den bereits benannten Lägern lagerbar?"

Wo sonst, wenn nicht in den eigentlich von Büttner aufgeführten Lagern (der LSK?) in Finsterwalde, Brand, Lärz und später in Großenhain etc.?
 

Frank K.

Active member
Wo sonst, wenn nicht in den eigentlich von Büttner aufgeführten Lagern (der LSK?) in Finsterwalde, Brand, Lärz und später in Großenhain etc.?

Bleiben wir bei meiner Frage: Großenhain, Groß Dölln und Werneuchen besaßen keine "ständigen Sonderwaffenlager"?

HM,
ich glaube kaum, wie schon zuvor von mir geäussert, dass diese Fragen hier für dich erschöpfend beantwortet werden. Etwas blauäugig, kann dass sein ? Für jeden hier frei zugänglich & abgreifbar ? Neben anderen, durchaus objektiven Gründen der Verweigerung, der möglichen Hinweisgeber. GrFr
 

Joes

New member
Das ganze verstehe ich nicht so richtig.
Was bitte lagerte da in Königsbrück?????? Ich glaube nicht, dass die nur einfach so mit Kisten geübt hatten. Für mich war das ein Kirschkernlager.
 

Hermann

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HM,
Du hast es richtig erkannt.
Die Forderungen an Sicherheit, Zutrittsregelung, Druckfestigkeit, EMP Schutz, gesichertes Arbeiten, gewisse Klimaforderungen (ständige Lager hatten eine Luftbefeuchtung hatten wir die uin den bei uns stehenden Granit und als ständiges Lager bezeichneten Anblagen auch? Der Wasserdurchsatz war so hoch dass ständig anwesendes Personal in der Basis und ie Basis selbst eine eigene Kläranlage hatten. Hatte sicher der stäündige Lagergranit auch. Haben nur alle anderen sicher ünersehen). Meßplätze und einige andere noch eine Rolle spielende Faktoren waren beim Granit nicht oder nur bedingt sicherstellbar. Nun kann jeder selbst entscheiden, warum man das bei einigen Anlagen für unbedingt notwendig, aber bei anderen für total nebensächlich hielt. Warum baut man in eine Anlage eine komplette Druckschleuse, die verhindert, dass eine Wirkung das Lagergut beschädigt, wenn das erste Tor zufällig offen ist. Die frage wie man das mit der kleinen Blechtür in einem Granit machen wollte, haben die Verfechter der These leider nicht begrünet. Warum gab es eine Personenschleuse in einem Basalt und in einem Granit nicht, wenn doch angeblich da so viel rumlag? Musst Du aber die fragen die diese These aufgestellt haben. Ich kann sie nicht beantworten, weil sie nicht zu beantworten ist.

Joes, und ich glaube nicht, dass man das wertvolle Lagergut mal in einen (für seine Zeit) hochmodernen Lagerkomplex legen wollte und musste, wenn die kleine unscheinbare Betonröhre dazu auch gerecht hätte... Oder?
Grüsse Hermann
 

Hermann

Gesperrt
Joes,
da lag "nur" ewin Teil der BRTB einer Raketenbrigade, so die Gedienten auf Ihrer Seite unter dem Seiteninhalt der 11.TD. Ausserdem sind das keine Granit in meiner Erinnerung. Auf deren Seite iist das was da lag, näher beschrieben und hatte auch nichts mit dem FP Grossenhain zu tun, das dort war LaSK.
Grüsse Hermann
 

Joes

New member
In diesem Lager war kein Granit. Deswegen dachte ich immer, das war ein Kirschkernlager. So wird es jedenfalls von der Forstverwaltung erzählt. Der Granit war auf dem TÜP.
 

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Frank K.

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Warum baut man in eine Anlage eine komplette Druckschleuse, die verhindert, dass eine Wirkung das Lagergut beschädigt, wenn das erste Tor zufällig offen ist. Die frage wie man das mit der kleinen Blechtür in einem Granit machen wollte, haben die Verfechter der These leider nicht begrünet. Warum gab es eine Personenschleuse in einem Basalt und in einem Granit nicht, wenn doch angeblich da so viel rumlag?

Ich merke mal entspannt an » weil da GK der dritten Generation gelagert wurden ? Die brauchten das so, auch auf der anderen Seite des Vorhanges - GrFr
 

demo01

Member
Freunde, Kollegen, Mitforscher und -mitleser, HOBBYhistoriker, Experten und Amateure!

Zuallererst – auch wenn dieses Forum eine relativ anonyme Plattform darstellt und im Net wie in der Zeitung jeder seinen „Müll“ verbreiten kann, eure derzeitige Streitkultur (wenn man denn dies noch so bezeichnen will) lässt sehr zu wünschen übrig! Etwas mehr Anstand wäre angebracht. Meine Meinung – stehe ich dazu!

Ich habe schon überlegt, als Signum den schönen Spruch meiner Kaffeetasse zu verwenden („Ich würde mich ja gerne intellektuell mit euch messen, aber ich sehe, ihr seid unbewaffnet!“), doch ich bin am Ende ja manchmal auch unbewaffnet... jedoch denke ich, mir einen gewissen Teil Vernunft, Anstand und Respekt behalten zu haben.

Kurtzer Joseph... Ich bin der Meinung... ist alt genug um sich selber zu verteidigen... Oder willst du sein Sprachrohr sein???
Hermann... Es gibt natürlich immer noch "Ausreißer", die das nicht begreifen wollen... Ich weiß, daß ich nicht auf kurtze (oder lange) Grimm´s Märchen stehe und lese daher lieber andere in schwarz gebundene Literatur.

Ralfi, du unterstellst Kurtz, das Sprachrohr von Stefan Büttner zu sein. Es geht ja auch nicht darum, dass du dies tust, aber bedenke bitte deine Art und Weise! Verunglimpfungen (auch willkürlicher Internetkürzel) bringen überhaupt nichts. Andererseits machst du das Gleiche für Hermann. Und Hermann benötigt sicherlich nicht deine Sekundantschaft. Er kann sich überzeugend selber wehren, tut dies auch. Da braucht es keinen Sp...er – sagte man so früher? Andererseits kannst du lesen was du willst, ob nun schwarz oder rot eingebunden, oder grün, schweinchenrosa... Ob dies immer alles 100%korrekt bzw. der Weisheit (Wahrheit) letzter Stand ist? Ich lerne jeden Tag dazu. Mit jeder noch so kleinen Information, ändern sich ganze Weltbilder. Früher glaubte man fundamentalistisch an die Erde als Scheibe. Neue Gedanken und deren Überbringer wurden gnadenlos ausgemerzt. Und wie sieht es heute aus?

Sicherlich kann man Hermanns These nicht so ohne weiteres aus den Angeln heben. Und auch er hatte früher andere Gedanken. Man muß also offen sein für neues und auch mal alte Gedanken über Bord werfen können, wenn denn die Beweise drückend werden. Ob wir jemals alles erfahren werden steht auf einem anderen Blatt. Ich werfe nur NOCHMALS ein, die beiden Lager Ly und St existierten erst ab 1968/9. Was bzw. vorallem wo lagerte dies zwischen 1959 - 1969???

Das vorweg – in der Hoffnung auf Besinnung! Auch darauf wer und was wir sind und was wir hier eigentlich treiben.

Zurück zu den „Fachfragen“.

Soll das etwa heißen, dass jede Raketenabteilung einer Division eine eigene BRTB hatte (also so etwa 3 bis 4 BRTB pro Armee allein für taktische Raketen)?

Nelson, nach meinem bisherigen „Wissen“ bzw. dem, was uns Dr. Uhl vermittelte (nach Studium der ihm bis 2001 zugänglichen sowjetischen Quellen), hatte in der Zeit Ende der 1950er Jahre JEDE Raketenabteilung ihre eigene BRTB. So also auch die 1959 zu 2/3 in der DDR stationierte RBr (mit nuklearen Mittelstreckenraketen) je Abteilung eine BRTB. Ob dies bei den „normalen“ RBr auch so war? Auch die Gründe zur vermutl. späteren Zusammenlegung der drei BRTB’n zu einer einzigen für die Brigade (wenn dem so war) entziehen sich bisher meiner Kenntnis.

Haben wir hier übrigens viele Seiten vorher schon mal diskutiert. Auch habe ich schon einmal versucht eine Zusammenstellung (zur besseren Übersicht) aller in Frage kommenden Standorte aufzustellen. Die gibt es auch hier irgendwo. Meine „derzeitige“ ist etwas aktueller. Richtiger? Keine Ahnung. Die Mithilfe anderer User hielt sich in Grenzen. Das wäre aber m.M. nach der erste Schritt, um Hermanns Tabelle aufzustellen und die Standorte überhaupt miteinander vergleichen zu können.

Frage: warum gab es diese BRTB Verschiebungen struktureller Art?
... hatte man festgestellt, dass bestimmte Versorgungswege übermäßig lang wurden.
... Aufgaben der Divisionen... Zudem befand sich Totschka im Zufluss. Wir wollten nicht zwei Systeme versorgen müssen, mussten aber übergangsweise damit leben.

Das Ganze bezieht sich NUR auf die BRTB’n, aus den ehem. RA der Divisionsebene zusammengefassten RBr? Habe ich das so zu verstehen?

Frage: was wurde real gemacht?
... es wurden Übergangslösungen geschaffen, die erst mit der neuen sauberen Struktur beseitigt wurden...
Frage: warum hatte man diese Teillösungen gewählt, also einen Teil der BRTB abgespalten um einzelne Abteilungen zu versorgen?
... das hing mit unserer Dislozierung im Frieden zusammen. Ständig versuchten alle möglichen höheren Kommendeure in dem Fall wo wir in anderen Kasernen Untermieter waren, uns Platz zu beschneiden, den wir aber aus Sicherheitssicht brauchten...
Frage: das Grundsystem der Versorgung der RA wurde aber nicht angefasst?
... nein das Grundsystem nicht, aber die bei den RAQ zum Teil befindlichen Komponenten, Mannschaften und die Technik wurde wieder komplett in unserer BRTB konzentriert.

Heißt das nun, dass aus den vormals (je einer?) Armee-BRTB wurden Teile für die Versorgung der Div-RA ausgegliedert? Wir halten/hielten diese ausgegliederten Teile bisher fälschlicherweise nur für sst. BRTB’n (für die zweite also auf Armeeebene)? Und irgendwann ab Mitte der 80er sollten diese wieder zurückgeführt werden?

... für TA RA aber die Versorgung aus den BRTB'EN wie bisher mit der Besonderheit, dass für einige RA der Divisionen diese BRTB Teile nicht in den BRTB der Brigaden lagen, sondern für etliche Fälle betreffend ein gesondertes Objekt bezogen. Sie blieben aber nach Aussage des SC strukturell und dienstlich Bestandteil der bisherigen Struktur.

Bspl. für 1. GPA: Die Wurzener „BRTB“ war eigentlich nur Teil der Torgauer BRTB? Ich weiß nicht, ob es hier so war (habe ich nur so herangeholt). Hatten diese gesonderten Teile der BRTB an den gesonderten Standorten eigene FP-Nr.?

Frage War das die gewollte Normallösung?
Nein es widersprach der Lehrstruktur, war aber an vielen Standorten nicht anders möglich ohne eine neue Kaserne zu errichten... Diese Strukturveränderung hat uns vor grosse Probleme gestellt...
Frage: diese Version der Abspaltungen bestimmter Elemente war uns neu. Und das betraf alle Einheiten?
Strukturell ja, alle Brigaden die sich um RA der Divisionen zu kümmern hatten.

Das bedeutet – die Abspaltung von Teilen der BRTB der Armee-RBr erfolgte meist nur bei Standortproblemen der Armee-BRTB oder bei wem? Und nicht alle Armee-RBr-BRTB’n waren für die Div-RA zuständig? Worin lag der Grund? Bezieht sich das nur auf die DDR-Standorte?

Frage Was wurde an der Versorgung durch die BRTB geändert?
... technisch nichts, fast ausschließlich organisatorisch...
Frage: kann man davon ausgehen, dass der "Versorgungs-u. Dienstleistungsgedanke" für die BRTB wie bisher erhalten bleiebn sollte?
... Ja, aber mit der strukturellen Umgliederung änderten sich einige satblich zu klärende Fragen, die Teile der BRTB die die RA und die Feuerabteilungen der Brigaden versorgen mussten bleiben erhalten und waren disen personell und technisch fest zugeordnet

Also die Umschreibung der „klassischen“ s.g. „gemischten BRTB’n“?

Frage Was wurde daraufhin getan?
... Entflechtung, Neubau von ruhenden Feldkommendopunkten, Neubau von vorbereiteten Feldstellungen...

Für die BRTB, oder RBr?

Frage Gab es Stellungen in denen in bestimmten Situationen einsatzbereite Systeme standen?
... ja...

Interessanter Aspekt!

Inzwischen hat der Befragte sein Buch veröffentlicht

Wo und wann erhältlich? Hätte Interesse daran.

Ansonsten könnt ihr mich jetzt "schlagen"! Es freut sich

demo01
 

HeerMann

New member
HM,
ich glaube kaum, wie schon zuvor von mir geäussert, dass diese Fragen hier für dich erschöpfend beantwortet werden. Etwas blauäugig, kann dass sein ? Für jeden hier frei zugänglich & abgreifbar ? Neben anderen, durchaus objektiven Gründen der Verweigerung, der möglichen Hinweisgeber. GrFr

Da kann ich mich wiederholen: "Ich bin hier jedenfalls nicht dazu da, um euch auszufragen."
Bleibt mein Unverständnis, warum Hermann insbesondere gegen einzelne Leute wettert, die auch schon mal was zu dem Thema geschrieben haben.
Ich nehme das dann auch zur Kenntnis, will dann hier "frei zugänglich und zum abgreifen" auch nicht mehr nachfragen.
 

Frank K.

Active member
eure derzeitige Streitkultur (wenn man denn dies noch so bezeichnen will) lässt sehr zu wünschen übrig! Etwas mehr Anstand wäre angebracht. Meine Meinung – stehe ich dazu!

Das vorweg – in der Hoffnung auf Besinnung! Auch darauf wer und was wir sind und was wir hier eigentlich treiben.

demo01,
warum denn dich Schlagen für diese Meinung ? Es ist meine auch. Es sind die richtigen Worte zur rechten Zeit, wir sind offenbar wieder kurz vor dem Abgleiten in das vordergründige Subjektive. Warum nur ?

Grüße Frank
 

Hermann

Gesperrt
Demo,
am besten wir treffen uns mal mit dem Mann, dass alles immer und immer wieder auseinanderzunehmen fällt mir schwer, denn ich bin auch nur ein Fragender in bestimmten Aspekten. Gesichert scheint, dass die BRTB'en die Brigaden und die RA der Divisionen versorgten, ob das aber immer und für alle Beziehungen zutraf oder wie weit man das nach unten aufspaltete, muss man am konkreten Zeitpunkt betrachten. Ich bin mir auf Grund der Aüsserungen nicht ganz sicher, ob das überall in den gleichen Herangehensweisen geschah, weil es eben auch autarke Lösungen gab. Beide hatten Vor u.- Nachteile. Vorteil einer zentralen Lösung war, man hatte Zugriff auf alle Elemente. Nachteil war ggf., u. der war nicht zu unterschätzen, ab einem bestimmten Handlungszeitpunkt waren die Strassen voll mit Nachschub und dann?

Dj,
wir sind noch lange nicht im Abgleiten, manche Leute verstehen nur Null Widerspruch und andere Sichtweisen. Es gab hier sicher einige Ansätze die noch viel mehr Leute zum Nachdenken anregen, man muss nur eines tun, nicht jeden Schwachsinn glauben und den anderen auffordern, ständig Material dazu zu liefern, warum geht nicht mal einer den umgekehrten Weg und fordert die Lieferanten dieser Thesen dazu auf, diese zu belegen?

Demo,
prügeln tun wir uns nicht, wozu auch. Abwarten soll auch günstig wirken. Mein Ansatz zu dem Gesprächen überhaupt war ein anderer. Ich hatte bei der Übernahme einer BRTB Basierung die gesamte Dokumentation zu den Handlungen dieser Leute gefunden eine ältere aber brauchbare u. einfach jemanden gesucht, der mir das erklärt, weil das Übersetzen die eine Seite ist, die Erklärung aber die andere. Das waren die reinen Fahraufträge bei bestimmten Übungen, Fahrstrecken, Fahrorte, Entfaltungsrume, Auswertungen der Handlungen. Ich musste aber erkennen, dass manche Verfahrensweisen 1982 etwas anders zu sehen waren als 1985 und 1987. Und nachdem klar wurde, dass das nicht ganz ohne ist, habe ich mir jemanden dazu genommen der davon schon mal vorher viel mehr gehört hatte als ich. Mich haben eigentlich nur bestimmte Lieferprozesse interessiert, die in dieser Basis auf Grund der einzig erhaltenen vollständigen Alarmierungsanzeige dieser Truppe, eine Rolle spielen hätten könnten. Das dem so war, zeigte sich erst viel später, denn einige Langeweilezeittel und Malereien in einem Notizbuch, hinter den Vermittlungstisch gefallen, enthielten ca. 20 Adressen die nachgefasst, Gold wert waren. Warum wir eine BRTB einer Armee RBR. in der 2. Staffel direkt von Moskau oder deren Dependance hier, informiert? War eine interessante Frage, die NICHT geklärt wurde aber die im Raume stand, denn FAHA war direkt angeschlossen. Warum? Keine Info bis heute, aber beweisbar, wie auch alle Befehle und Skizzen dazu diue sichergestellt wurden und heute in einem Heimatmuseum liegen. INteressant auch das Alarmierungssystem an sich, was hatte das mit bestimmten Räumen zu tun, so seid ihr hingefahren, was war da und und und.

Mein Bestreben war, einige Aspekte davon aufzuarbeiten, darzustellen und wo machbar zu belegen. Im Zuge dessen, ist mir (andere wußten das schon zuvor) aufgefallen, dass einige bisher als absolute Expertenspitzen-arbeit dargestellte Zusammenhänge entweder als Super Geheim, weil noch niemandem aufgefallen, oder völliger Schwachsinn zu sehen sind. Einige Fotis, geliefert von anderen UNterstützern liessen wieder Fragen auf-kommen, nach dem warum und wie. Da kam einiges an Wissen hoch, aber ein Buch über die Arbeit einer RBr und deren Elementen und Teilen kann ich nie schreiben, weil mir dazu das Hintergrundwissen fehlt. Was ich kann, ist nur das aufschreiben was wir erfragt und danach bewertet haben, auch auf die Gefahr hin, dass einige Bewertungen falsch sind, mehr war momentan nicht drin. Aber das ist schon erheblich mehr, als uns manche zum Einbau irgendwelcher Teile in den Kopf einer Rakete, im Westhavelland 2km hinter neben Rathenow weismachen wollen.

Nachdem ich einige Wegzeigungen besser verstehen konnte, meine ich, etliche Details müsste man etwas anders darstellen. Lieferanten, Dolmetscher, Begleitschutz, Übergabe, alle die greifbar waren, wurden völlig neutral befragt und gaben mehr oder weniger Auskunft. Auch ein NEIN kann ja entscheidend sein. Ich habe mich aufgemacht, einige Details in Textform zu bringen, das ist der Sachstand. Der Rest der Geschichte und dass andere ihre Version nicht belegen können, weil sie bis eben nicht wussten, dass es gewisse Umfeldbedingungen gab, sind mir völlig Wurscht. Dass es hier so heiss hergeht, ist einfach ein Zeichen dafür, dass es ans "Eingemachte" geht. Und? Wie man sieht, habe ich damit überhaupt kein Problem. Und wie man weis, suche ich mir meine Partner aus. Das war so und wird immer so sein, ich sehe es sportlich. Dass einige daher vermuten ihren Ruf zu verlieren, ja mein Gott, das weis die Branche doch seit langem. Das ist aber nicht mein Verschulden, das ist ganz einfach das Ergebnis des Arbeitsstils anderer Forscher. Feststellen, Verdichten und Verkünden sind eine Handlung, Hauptsacxhe die Ersten sein. Prüfen, Verifizieren und Wichten gehört aber auch dazu.. Oder?.
Grüsse Hermann
 
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Frank K.

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wir sind noch lange nicht im Abgleiten, es gab sicher einige Ansätze die noch viel mehr Leute zum Nachdenken anregen, man muss nur eines tun, nicht jeden Schwachsinn glauben und den anderen auffordern, ständig Material dazu zu liefern, warum geht nicht mal einer den umgekehrten Weg und fordert die Lieferanten dieser Thesen dazu auf diese zu belegen?

Das bewerte ich auch so, jegliche andere Interpretation würde ich dir tatsächlich langsam schwerst übel nehmen - Grüße Frank
 

Hermann

Gesperrt
Dj,
mal ein Beispiel zu meinem Einwand, dass man nicht jeden Schwachsinn glauben muss... Es ist erst 3 Jahre her:
http://forum.hidden-places.de/showthread.php/1767-Marschflugkörper-FKR-1-2

R-12 und Hanglage, (Aha) die Perleberger Fachmeinung. Die Sicherung der Mauer die da anstand und umgesetzt werden sollte, und die Schulmeinung zur NATO von Hermann. Der Mann weis 2007 noch immer nicht was mein Lehrgegenstand war...
Vorallem nicht was FKR heisst...
Und so haben ich weitere 29 Themen rausgesucht. Ohi Joi Joi.
Grüsse Hermann

TRitölö...
 
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