Brand / Krausnick: Sonderwaffenlager

LutzBruno

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Mag das jemand kommentieren?

K.

Das finde ich immer noch besser wie der offene Bunker in Finsterwalde, der weitgehend baugleich, in einem erbärmlichen Zustand ist, weil dort Müll gelagert, dann verbrannt und Metall so nach und nach verwertet wird, bis nichts mehr da ist...

Im übrigen, kann mir jemand verbindlich sagen ob die Sonderwaffenlager in Brand und Finsterwalde vom Typ Granit-2 oder Basalt waren?
 
Zuletzt bearbeitet:

Büttner

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Hallo LutzBruno,
Willkommen im Forum, in der Tat ist es im betrachteten Fall wohl wirklich sinnvoll vergleichsweise eine Ladung Erdreich und Betonreste vor den Eingang zu schütten um den Zugang zu verhindern.
Dummerweise bediente man sich dazu an einem Teil der Verladerampe - welche damit unwiderbringlich zerstört wurde. Schade drum.

Mit verbindlichen Aussagen zu sowjetischen Kernwaffen und deren Lagerstätten ist das so ein Sache, mitunter wechselt der Forschungsstand täglich.

Aber verbindlich meine ich Dir sagen zu können das die Bezeichnung GRANIT-2 für das betrachtete Bauwerk nicht zutreffend ist.

LutzBruno, wann warst'n das letzte Mal in Finsterwalde?
 

LutzBruno

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Danke für die schnelle Antwort. Ich war im Sommer diesen Jahres dort, was mich zu dem: http://de.wikipedia.org/wiki/Sonderwaffenlager_Finsterwalde veranlasst hat. Ich war sehr entteuscht über den Zustand und das offensichtliche desinteresse der Denkmalbehörden in Brandenburg, während ja der Granit in Großenhain unter Denkmalschutz steht... Alle Bunker in Finsterwalde sind mehr oder weniger voll mit Müllsäcken des Grünen Punktesyst. was ein Mysterium an sich ist, da dieser Müll ja kostenlos entsorgt wird. Im Sonderwaffenlager Finsterwalde müssen wohl auch Mengen dieses Mülls verbrannt worden sein. Zudem findet man Hackenkreuze und andere "Rechte" Schmierereien an vielen Bunkern. Ich habe auch Brandplätze, von Edelmetallsammlern gefunden, die Kabel alter und fabrikneuer Art durch Feuer abisolieren...

Ich bin kein Experte oder Insider, aber gedient... ;-) Interesse habe ich mehr an den Objekten in "meiner" Gegend, den Elbe-Elster-Land, und dessen angrenzenden Gebieten...
 

Büttner

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Hallo LutzBruno,
wie ich sehe bist Du bei wikipedia recht aktiv. Aber möglicherweise magst Dich hier lieber selbst einmal vorstellen. Sieht für mich auf den ersten Blick so aus als wenn Du bei den Pionieren warst?

Es sieht so aus das Deine Frage nach der Bezeichnung GRANIT-2 einer Verlinkung von wikipedia geschuldet ist, der betreffende Beitrag stammt aus dem Jahr 2002 - ist also schlichtweg veraltet.
 

Frank K.

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Lutz,
mal langsam da an dieser Stelle. Stefan @Büttner seine Antwort ist so nachvollziehbar. Es gibt Zeitreisende, die machen genau (auch) diesen Punkt zum subjektiven Reizthema und Abreagierungsthema (und das schon seit Jahren). Es spricht viel dafür, dass es BASALTs waren, aber ...

Grüße Frank
 

LutzBruno

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...ich verstehe... Das es ein Reizthema sprich streitthema ist, habe ich auch schon gemerkt. Ich habe da auch meinen Standpunkt, aber ich denke am Ende zählt nur die original-Literatur, so weit sie für uns überhaupt zugänlich ist... Die Roten Plätze habe ich übrigens heute bestellt, mal sehen was er da geschrieben hat... In der Wikipedia dürfen wir ja nur aus sekundörliteratur zitieren. Eigene Forschungs- und Wissensstände sind nicht zulässig... Ich kann persönlich wenn ich mir den Granit 1 und 3 ansehe, keine Gemeinsamkeiten mit dem Bau in Finsterwalde oder Brand erkennen... aber das ist meine Laien-Privatmeinung... Grüße
 

Büttner

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2002? hast Du da einen Link? Das Problem ist, das die meißten anderen Seiten über den Bunker auch Granit-2 angeben...
Link wird bei wikipedia als Quelle angeführt, siehe Anhang, hab es markiert. Damals war es ein GRANIT-2, zwischenzeitlich die Arbeitsbezeichnung L-B-F, vor zwei Jahren (Link) der Typ 641 und heute möglicherweise ein BASALT oder eben nicht.
Mal sehen was 2011 bringen wird.
Das meine ich jedenfalls mit wechselnden Forschungsständen.

Interessant für mich eine weitere Quellenangabe bei wikipedia, da wird ein Zeitungsartikel zitiert der wiederum auf den Artikel oben verlinkter URL basiert. Der Kreis schliesst sich und erklärt warum mir einige Angaben bei wikipedia so bekannt vorkamen.
 

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tom37

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Standort SWL Brand Oktober 2013

War heute mal im SWL Brand nach dem Rechten schauen, ja die Natur nimmt sich das Gelände langsam wieder zurück :)
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Büttner

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Klondike, diese Stelle wird gemeinhin als Notausgang verstanden. Dort ist eine Öffnung, das heißt, an dieser Stelle wurde keine Wand aus Beton gegossen sondern ausgespart. Diese wiederum wurde mit Mauersteinen vermauert und verputzt. Auf der Rückseite liegen Eisenträger bzw. Metallschienen. Dahinter dann folgt vermutlich nur noch Erdreich, jede Menge davon. Man kann das auch als Montageschacht bzw. Montagetunnel verstehen, die sind ja manchmal auf ähnliche Art und Weise verschlossen. Dort wäre das dann eine gleichartige Schwachstelle, gestört hat es aber offenbar niemanden.
 

klausm

Moderator
kann mir jemand bitte den genauen Sinn dieses "Porösen" Zugangs erklären.... wie geht es dahinter weiter?

Hier noch mal ein Bild von 2013 zur besseren Verdeutlichung von Stefans Aussagen. Hier sieht man auch gut, dass der Notausgang entsprechend gekennzeichnet war.

Gruß Klaus
 

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