Übertragungsstellen (Üst)

Was hat das aber mit PCM und Lichtwellenleiter zu tun ?

Das ist zwar hier OT im Thema, aber warum sollst du nicht deinen aktuellen Forschungsstand dazu erweitern. Ich bin in Zwickau/Sa. aufgewachsen. Seit meiner frühesten Jugend wurde ich da von RIAS II & BAYERN 3 unterhalten, bis ich dann zum Studium nach Dresden kam. Da wurde es schwieriger - blieb aber möglich.

Sender war in beiden (?) Fällen der auf dem Ochsenkopf - Luftlinie nach Zwickau ~90 km. Oder für RIAS der andere auf dem 'Großen Waldstein'. Jedenfalls beide in damalig bester UKW Qualität in Stereo 2K.

» wikipedia.org/Sender_Ochsenkopf
» wikipedia.org/RIAS-Sender_Hof
 
Was hat das aber mit PCM und Lichtwellenleiter zu tun ?
Alles eine Trasse: Immer entlang der F2/B2.

Das ist zwar hier OT im Thema, aber warum sollst du nicht deinen aktuellen Forschungsstand dazu erweitern. Ich bin in Zwickau/Sa. aufgewachsen. Seit meiner frühesten Jugend wurde ich da von RIAS II & BAYERN 3 unterhalten, bis ich dann zum Studium nach Dresden kam. Da wurde es schwieriger - blieb aber möglich.

Sender war in beiden (?) Fällen der auf dem Ochsenkopf - Luftlinie nach Zwickau ~90 km. Oder für RIAS der andere auf dem 'Großen Waldstein'. Jedenfalls beide in damalig bester UKW Qualität in Stereo 2K.
Alles richtig. Nur - das Sendesignal musste ja von Berlin nach Hof. (Das war der Bezug.)
 
Nur - das Sendesignal musste ja von Berlin nach Hof.

Ja, klar. Das hat man damals auch an und ab im Sender kommuniziert. WIMRE sprach man von 'Beutekabel durch die Zone'. Die Alliierten hätten Kanalkapazität der alten Fernkabel der RP für sich requiriert. Siehe auch hier dazu »

Wo ich gearbeitet hab damals, war nur eine Üst, aber mit sensiblen Durchgangsverkehr kabelgebunden. Zum einen, sämtliche drahtgebundenen Tonleitungen für das DDR-Fernsehen wurden dort verstärkt und als besonderes Gimmick waren wir Transit Tonleitungsverstärker für den Radiosender RIAS auf der Strecke Berlin - Hof (ja sowas gabs auch). Was das damals geheissen hat muss ich hier sicherlich niemand erklären ...
 
So, ich schwenke mal zu Pasewalk. Das Objekt steht für 1.000 000 Euro zum Verkauf.

Pasewalk. Eine Immobilie der etwas anderen Art steht zurzeit in Pasewalk zum Verkauf: ein dreieinhalb Hektar großes Grundstück, mitten im Wald. Bebaut mit zwei Gebäuden, außerdem einem 70 Meter hohen Fernsehturm und einem unterirdischen Atombunker.

Auch wenn der jetzige Eigentümer meint der Bunker wäre für Heinz Hoffmann gewesen, bin ich hier sicher richtig.

In dem von 1983 bis 1984 gebauten Bunker sollte der Legende nach Heinz Hoffmann, General und oberster Militärchef der DDR, mitsamt Gefolge vor einem Atomkrieg in Sicherheit gebracht werden. „Das hat mir ein Mann erzählt, der damals hier arbeitete“, sagt Fuhrmann.

Gekauft hatte der Bayer das Objekt vor vier Jahren. Er plante insgesamt 100 Plätze im Bunker an zahlungskräftige Menschen aus der Prepperszene zu vermieten zum Kostenpunkt von 5.000 Euro Jahresgebühr/Platz. Gefunden hat sich aber nicht wirklich jemand.

Laut dem Zeitungsbericht in der Ostsee-Zeitung (Bezahlschranke) sind Räume im Bunker und in einem Bürogebäude noch an die Telekom vermietet.

Im Beitrag ist von einem riesigen Atombunker die Rede, dessen Eingangstüre ein Gewicht von 10 Tonnen hat. Ausgelegt war er demnach für 35 Leute und mehrere Wochen Nutzung. Das kommentiere ich mal besser nicht.

Eine Bildgalerie zeigt den Bunker in einem noch recht guten Zustand.

Pasewalk
 
Hallo,

hatten alle Übertragungsstellen so ein, oder ein ähnliches, Schutzbauwerk?

Schade, dass die Links von 2008 im ersten Beitrag nicht mehr funktionieren.
 
Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Dazu gab es zu viele Typen mit unterschiedlichen Bedarfsträger-Zugehörigkeiten. Die Liste im Beitrag #1 ist daraus ein Mix. Das entsprach so dem Wissen von damals.

Viele der neugebauten Üst II hatten eine trümmersichere, geschützte Kelleretage. In dieser befand sich dann die Vermittlungstechnik. Einige waren direkt in den SBW ihrer Hauptnutzer installiert, einige hatten kein Untergeschoß.

Ich empfehle dazu die Beschaffung des 'Handbuch zur Geschichte des militärischen Fernmeldewesens - Teil VI – Hans Georg Kampe - © 2008', erschienen im Verlag Dr. Meißler als CD-ROM. Hans Georg war hier als User aktiv, er ist 2014 verstorben. Der Verlag hat inzwischen seine Tätigkeit eingestellt. Bei Gebrauchtwarenbörsen o.ä. gibt es diese CD an und ab noch. Im Original hatte sie ~15 € gekostet. Zum Grundverständnis und Einordnung bestens geeignet.
 

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Ich vermute, dass diese Immobilie gemeint ist, für 1 Mio käuflich zu erwerben, der NDR hat einen Beitrag dazu. Da wird zwar viel von NVA erzählt, aber das sieht deutlich nach ÜSt aus. (Allerdings als KVSt-76 höchstens oberirdisch gleich zu einer anderen, mir bekannten solchen.


@Frank K.
Das von Dir im vorherigen Beitrag genannte Handbuch war von mir gemeint. Das suche ich, digital.
 
Ja das ist die ÜSt Pasewalk und es gibt dort auch einen Bunker außerhalb der Gebäude.

Wenn ich das richtig verstanden habe, hatte die ÜSt Pasewalk eine geschützte Kelleretage. Und von dort einen unterirdischen Gang zu einem weiteren Bunker. Was ich nicht verstanden habe: Wofür war denn dieser weitere Bunker eigentlich gedacht? Welche Funktion(en) sollte er abdecken? Und für wen?
 
Ahhh, ok. Das verstehe ich. Danke!

Ich habe schon wieder eine Frage, bei sperrgebiet.eu wird Wittenberg als Zugangsknoten geführt, bei Kampe als ÜSt-2. Was ist da nun richtig?
 
Die Legende der Karte des Fernmeldenetzes des MfNV 1:100 000 von 1986 sagt dazu »
Übertragungsstelle mit PCM- bzw. TF-Technik sowie WF-Endtechnik inkl. Ortsvermittlungsstelle.

Der Begriff Zugangsknoten ist in der Legende nicht enthalten, es gibt danach Orte mit Knotenvermittlungsstelle. Diese haben eine geringere Strichbreite unter dem Ortsnamen wie hier im Beispiel der Zweite. Der erste Unterstrich ist laut Legende ein Ort mit Post- und Fernmeldeamt bzw. Hauptvermittlungsstelle.
 

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